Nachhaltiger Mindeststandard

Basis für den Nachhaltigen Mindeststandard ist das Holistic Building Program (HBP) – ein von der BIG entwickeltes Programm, in das Erkenntnisse für energieeffizientes, ökologisches Planen, Bauen und Bewirtschaften aus der Analyse des eigenen Immobilienbestandes sowie wesentliche Kriterien der führenden Zertifikate eingeflossen sind.

Für alle Neubauten und Generalsanierungen, für die ab 1.1.2020 ein Planerfindungsverfahren durchgeführt wird, gilt der über die gesetzlichen Anforderungen liegende Mindeststandard, der folgende Kriterien erfüllen muss:

  1. Umsetzung der definierten HBP Maßnahmen (derzeit 43 von 73 des Holistic Building Program-Kriterienkatalogs = 60%)
  2. Erreichen des klimaaktiv Silber - Gebäudeausweises (mindestens 750 Punkte)

Er sieht insbesondere die Umsetzung von Maßnahmen in folgenden Bereichen vor:

  • Ausstieg aus fossilen Brennstoffen (Öl und Gas)
  • Energieeffizienz liegt über den Anforderungen der Bauordnungen: klimaaktiv SILBER
  • Ökologische Gesamtbewertung von Gebäuden (OI3-Bewertung)
  • Limitierung der CO2 – Emissionen kg/(m2a) für den Betrieb
  • Verpflichtende Lebenszykluskostenanalysen
  • Vermeidung von klimaschädlichen Baustoffen wie HFKW oder PVC

Da sich nachhaltige Maßnahmen langfristig auch in den Lebenszykluskosten widerspiegeln, ist die Analyse zu einer langfristig wirtschaftlichen Betrachtung wesentlicher Bestandteil des Mindeststandards. Wichtigster Ansatz für die Umsetzung energieeffizienter Projekte ist die frühzeitige Beratung und eine langfristige wirtschaftliche und ökologische Gesamtbetrachtung. Dies geschieht über den frühzeitigen Einsatz von Lebenszyklusanalysen von Projektvorschlägen und -varianten sowie durch ein integrales Planungsteam. 

Allen Interessierten ist es möglich in eine Online-Testversion einzusteigen. Die Einsichtnahme in die individuellen Projekte ist nicht öffentlich und erfordert eine Anmeldung um die Berechtigung im System durch die BIG zu erhalten.