Lebenszylusbetrachtung

Technische Fakultät, Uni Innsbruck, Foto: Sonja Zumpfe

Seit 2020 sind Lebenszykluskostenanalysen ab Planungsbeginn verpflichtend bei allen Bau- und Generalsanierungsprojekten in wirtschaftliche Entscheidungen mit einzubeziehen. Die Betrachtung der Lebenszykluskosten stellt einen wichtigen Schlüssel für die Rentabilität nachhaltiger Investitionen in Gebäude dar und gibt Aufschluss über relevante Kosten in der Nutzungsphase – insbesondere die Betriebs-, Reinigungs-, Ver- und Entsorgungskosten

Bei Neubau- und Generalsanierungsprojekten wird der Fokus verstärkt auf eine frühzeitige strukturierte Einbindung des Objekt und Facility Managements (OFM) in sämtlichen Projektphasen gelegt, um den Kundinnen und Kunden ein maßgeschneidertes Gesamtpaket anbieten und die Aspekte des gesamten Lebenszyklus einer Immobilie in die Planung einbeziehen zu können. Unter dem Titel „Baubegleitendes Facility Management“ werden Prozesse, Schnittstellen und Vorlagen erarbeitet, die eine Optimierung des Wissenstransfers ebenso ermöglichen, wie eine einheitlich strukturierte Dokumentation der für den Betrieb einer Immobilie wesentlichen Informationen. Das unternehmensintern zur Verfügung stehende BIG Nutzungskostentool für eine vereinfachte Lebenszykluskostenschätzung soll bei der Planung unterstützen und wird auf 30-50 Jahre über Fläche und dem Benchmark GEFMA-Mittelwert berechnet.

Ein überzeugendes Projektbeispiel der Lebenszyklusplanung unter Einbeziehung der Betriebsführung bietet die Fakultät für technische Wissenschaften in Innsbruck: Hier konnten Endenergieeinsparungen von über 60 % nach Sanierung nachgewiesen werden.