Raum für Vorausdenker

Draingarden entlastet Kanalsystem

In der HTL St. Pölten, der Pä­da­go­gischen Hoch­schu­le Ba­den und der HLW Türnitz wur­den Ver­sickerungs­flächen in Ver­bin­dung mit hoch was­ser­speich­ern­den Boden­subs­traten eingesetzt. Der Einsatz alternativer Systeme für intelligentes Regenwassermanagement wird vor allem dort eine große Rolle spielen, wo die Einleitung des Regen- und Oberflächenwassers in den Kanal nicht mehr möglich ist bzw. Flächen übermäßige Hitze abstrahlen und austrocknen. Da Wasserrückstau bei Starkregenereignissen zu Problemen führen kann und die Einleitung des Wassers in den Kanal dieses zudem an bestehenden Grünflächen vorbeileitet, wurden im Zuge der Planung zukunftsweisende Entkoppelungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt >> Beispiel: Draingarden HTL St. Pölten

Klimaschonende Mobilität

Parkplätze und CO2 einsparen - mit der HTBLA Salzburg setzte die BIG eines ihrer ersten Vorreiterprojekte für sanfte Mobilität um. Geplant war damals die Erweiterung des Schulgebäudes unter der Berücksichtigung umweltfreundlicher Verkehrsmittelwahl. Auch die Schüler waren von Beginn an eingebunden, so wurde beispielsweise die Grundlagenerhebung für das Mobilitätskonzept als Projektarbeit in den Unterricht integriert. Maßnahmen waren unter anderem überdachte Radabstellanlagen, Duschmöglichkeiten, eine Rad-Servicestation, die Errichtung einer Solartankstelle und ein smartes Parkplatzmanagement - Maßnahmen die nun eine Einsparung von über 160 Tonnen CO2 und 202 kg Stickstoffoxide im Jahr ermöglicht. Ein weiteres Beispiel ist das E-Carsharing der ARE DEV bei Wohnprojekten, bei dem mittlerweile 6 E-Cars zum Einsatz kommen, hier kann man aktuell mit einer jährlichen CO2-Reduktion um zumindest 32 Tonnen und 105 kg Stickstoffoxide im Jahr rechnen. Auch das BIG-eigene Fuhrparkmanagement wurde von klimaaktiv bewertet - die Fuhrparkumstellung bewirkt eine Reduktion von 150 Tonnen CO2 und 486 kg Stickstoffoxide pro Jahr. Das sind nur einige Beispiele von vielen, die zeigen, welches Einsparpotenzial auch wir im Mobilitätsbereich haben, das für einen positiven Effekt auf die Umwelt sorgt.

Bildungslandschaften in Bewegung

Die von der Fakultät für Architektur und Raumplanung an der TU Wien ausgehende Initiative brachte rund 50 Pädagogen, Architektinnen, Raumplaner und bildungsrelevante Institutionen an einen Tisch um Bewegung in die Bildungslandschaften zu bringen. Von allen Perspektiven beleuchtet, wurden Bedarf und Innovationen, die Erfordernisse eines modernen Bildungsraums heraus gearbeitet, Best Practice Beispiele diskutiert sowie Beiträge zur Forschung angeregt. Die Ergebnisse und Beiträge wurden jetzt in dem gleichnamigen Buch festgehalten, das über bildungslandschaften.at erhältlich ist. Hier kann man mehr darüber erfahren wie wir dem Lernen Raum geben können, über Lernen in offenen Räumen, wie Architektur Schule unterstützen kann oder ein Campus neu gedacht wird.

Begrünung von Schulen im Altbau

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes GrünPlusSchule im GRG 7 Kandlgasse sind da und in einen Maßnahmenkatalog für Schulen im Altbau geflossen, der allen Schulen zur Verfügung gestellt wird. Darin werden die Möglichkeiten zur Begrünung eines Schulgebäudes und Anforderungen im Detail aufgezeigt - von der Topfpflanze bis zu komplexen Systemen. Wir wollen damit weitere Schulen anregen, Pflanzen wachsen zu lassen. Im GRG 7 war die Affinität zu dem Pilotprojekt besonders groß, da die in einem Gebäudekomplex aus dem Jahr 1910 untergebrachte Schule auch einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt hat. Daher waren bereits vor Projektstart vereinzelt Begrünungen im Innen- und Außenraum vorhanden, die nun seit 2015 im Zuge des Projektes erweitert und erforscht werden konnten.

Mikroklima findet Stadt

Im dicht verbauten 7. Bezirk in Wien ist eine Grünoase in und um das BRG Kandlgasse entstanden, die sich nicht nur zu einer im öffentlichen Interesse stehenden Forschungsstation etabliert hat, sondern auch messbar das Mikroklima im Innen- und Außenbereich verändert. Erste Ergebnisse wurden jüngst im Rahmen der Newton-Fernsehreihe  Stadt 4.0: Grün statt Grau gezeigt. Worum gehts? Sensoren nehmen in 5 Minutenintervallen die wichtigsten Daten auf und sind Basis um Vergleiche von nicht begrünten und begrünten Gebäudeteilen anstellen zu können. Auch die Kombination von Begrünung und Solarstromanlage wird getestet - eine zukunftsweisende Symbiose - die die Leistung und Nutzungsdauer von Solaranlagen optimieren könnte. An heißen Sommertagen ist es im begrünten Innenhof um 5 Grad kühler, etwa 20 Grad Unterschied wurden direkt an der Wand gemessen. Bei Altbauten wie diesem - ohne Dämmung der Außenwand - erzielte die begrünte Fassade bis zu 20% weniger Wärmeverluste, wodurch wiederum Strom und Heizungsenergie eingespart werden kann. Gleichzeitig wird die Fassade von Schlagregen und Witterung geschützt.

Freiluftklasse

Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern des BRG Schuhmeierplatz entstand ein Klassenzimmer der ganz besonderen Art: In nur zwei Tagen errichteten sie unter fachlicher Anleitung am Dach des Schulgebäudes eine mit Pflanzen überdachte Freiluftklasse. Nach gemeinsamen Entwürfen wurde eine Pergola aus Holz mit Pflanzentrögen und Rankenhilfen gebaut. Danach wurden die Pflanzentröge mit speziellen Dachsubstraten gefüllt und schattenspendende rasch wachsende Kletterpflanzen eingesetzt, die bereits nächstes Jahr Unterricht unter freiem Himmel ermöglichen sollen. Mit Unterstützung der TU Wien und BOKU wurden Begrünungssysteme und die biodiverse Planzenauswahl getroffen - auch Pflückbeeren für die Xunde Jause sind seitens der Biologielehrer geplant. Das Ergebnis ist ein neuer Klassenraum mit ganz besonderen Ambiente von immerhin rund 30m2 - endlich kann das Dach auch an den Hitzetagen der Stadt genützt werden.

Universität 2068

Gemeinsam mit dem Institut für Gebäude und Energie an der TU Graz wurden in der Student Competition 2018 zukunftsorientierte Lösungen für Universitätsgebäude gesucht. Kriterien waren die höhere Gebäudeenergieeffizienz (Nullenergiegebäude), die Berücksichtigung der steigenden Temperaturen und Wetterextreme, die steigenden Anforderungen an Gebäude zu Flexibilität sowie die Berücksichtigung von kommunikativen Zwischenräumen. Die Visionen der Teilnehmerinnen zeigten gut durchdachte Lösungen, die Universitäten in die städtische und ökologische Infrastruktur einbinden. Auch in die Energiekonzepte der Zukunft ist vorhandenes integriert und die umweltschonende Nutzung von Flüssen, Windräder bzw. PV-Kuppeln und vorgehängte Fassadenbegrünungen konzeptioniert. Mehr dazu sehen Sie hier...

Architektur des Wissens

Welche Bedeutung hat Architektur für Universitäten? Dieser Frage geht das Buch "Architektur des Wissens – Vom Elfenbeinturm zum offenen Universitätscampus" nach (Herausgeber: BIG), das in Anwesenheit von Wissenschaftsminister Heinz Faßmann präsentiert wurde. Das Wissen der Welt und seine Generierung verdoppelt sich alle fünf bis zwölf Jahre. Mit diesen Anforderungen müssen auch und vor allem die Universitäten mithalten – nicht nur die technologische, sondern auch die räumliche Infrastruktur muss sich hier anpassen. Präsentierten sich Universitätsbauten früher als monumentale, abgeschottete Tempel des Wissens, sind sie heute weltoffene Räume, die Begegnung und Kommunikation fördern. Mehr zur Veranstaltung erfahren Sie hier....

Geisteruni als Schreckgespenst?

Gemeinsam mit dem STANDARD wurde die zunehmende Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf universitäre Räume diskutiert. Thomas Uher (Unirat WU Wien), Andreas Bierwirth (Geschäftsführer T-Mobile Austria), Wilfried Eichelseder (Rektor Montanuniversität Leoben), Christoph Meinel (Hasso-Plattner Institut, Universität Potsdam) und BIG Geschäftsführer Hans-Peter Weiss waren sich einig, dass realer Raum für Universitäten weiterhin notwendig sein wird, sich aber die Anforderungen ändern werden: Kleinere Kollaborations- und Seminarräume zum Diskurs statt großer Hörsäle. Hans-Peter Weiss wies auf die Wesentlichkeit des vorausschauenden, flexiblen Planens und Bauens auch in Hinblick auf Entwicklungen wie der Digitalisierung hin: So werden an der Montanuniversität Leoben Vorlesungen in Neben-Hörsäle übertragen, in Potsdam die Seminare online verfolgt, wo sich tausende Lernende live austauschen können. Andreas Bierwirth gibt Einblick in eine nicht allzu ferne Zukunft: Die 3D-Übertragung von Personen in Räume wie wir sie von Star Wars kennen wird schon bald Realität. "Die Art der Kommunikation verändert sich, der Diskurs überträgt sich in die digitale Welt", sagt der T-Mobile Chef. Trotzdem kann der persönliche Kontakt und Austausch laut Wildfried Eichelseder nicht durch Chats ersetzt werden: "Studierende brauchen die 'Leidensgemeinschaft'". Dem stimmt auch Christoph Meinel zu: "Lernen ist etwas soziales. Wenn die anderen das schaffen, schaffe ich das auch". >> Zum Standard-Artikel Digitalisierung an Hochschulen: Flexibilität als bestes Rüstzeug 

Grün macht Schule

Nach dem erfolgreichen Begrünungs- und Forschungsprojekt des GRG 7 in der Kandlgasse in Wien werden weiterführend in den Schulen BRG Schuhmeierplatz und Diefenbachgasse - ebenfalls in Wien - Begrünungssysteme angesehen um Auswirkungen auf das Raumklima zu untersuchen um mehr über ideale Schulsysteme zu erfahren. Dazu werden Messungen für Luftfeuchte, Temperatur im Raum, CO2-Gehalt, Staubkonzentration, Schimmelsporen sowie Wasser- und Stromverbrauch durchgeführt. Zwischenergebnisse zeigen, dass die Behaglichkeit steigt, die Schallschutzergebnisse sind ebenfalls positiv und die Feinstaub- und CO2-Werte verbessern sich zunehmend. Bei all diesen Projekten macht die Einbindung der Schülerinnen und Schüler einen großen Teil des Erfolgs aus. Wie so eine grüne Wand gebaut wird? Das erfahren Sie gleich in diesem ORF-Beitrag Gartenkult (ORF III).

Mauern für die Ewigkeit - wie nachhaltig bauen Universitäten?

In der Diskussionsreihe mit dem STANDARD trafen einander Maximilian Pammer (BIG), Hubert Hasenauer (BOKU), Dietmar Eberle (ETH Zürich), Anette von Hagel (PKS Strategieberatung), Christoph Chorherr (Grüne) und Brian Cody (TU Graz) unter dem Titel "Mauern für die Ewigkeit - wie nachhaltig bauen Universitäten?". Ein komplexes Thema, bei dem von der konkreteren Planung mit Blick auf die Vermeidung von grauer Energie über die Verwendung eingesetzter Baustoffe bis hin zur Lebensdauer und technischen Ausstattung von Gebäuden ging. Ein Schwerpunkt über den sich alle einige waren, war die titelgebende Flexibilität. In unserer schnelllebigen Gesellschaft ändern sich die Ansprüche an den Raum ebenso. Ist eine Universität in 25 Jahren noch eine Universität oder oder wird es als Wohnraum genützt? >> Zum Standard-Artikel: Flexible Gebäude für nachhaltige Universitäten

Architektur des Wissens - Was gute Universitätsgebäude leisten können

Unter diesem Titel diskutierten Experten aus Architektur und Wissenschaft: Architekt Wolf D. Prix, Anton Zeilinger von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Eva Schlegel von der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz, Wifo-Chef Christoph Badelt und BIG Geschäftsführer Hans-Peter Weiss teilten Ihre Meinung und Erfahrung mit dem Publikum. Rund 60 Gäste folgten der Einladung von Standard und BIG in die neue Unternehmenszentrale der BIG in der Trabrennstraße. Die Veranstaltung war die erste einer dreireihigen Standpunkte-Serie als Kooperation zwischen dem STANDARD und der Bundesimmobiliengesellschaft. >> Zum Standard-ArtikelOffene Gebäude für offene Hochschulen

#9.CSS Raum für die Zukunft

Räume frei denken, wie sie den Herausforderungen unserer Gesellschaft und unserer Umwelt gerecht werden können und innovative Lösungen finden, die sich umsetzen lassen: Hinterlüftete Fassaden, Holzbauten, Raumformen für unterschiedliche Nutzungen, Clusterschulen und Revitalisierung von Bestandsgebäuden - im Rahmen des einjährigen Symposiums haben die Schülerinnen und Schüler in Teams viele innovativen Ideen entwickelt, wie der Bildungsraum der Zukunft aussehen kann und was es in Zukunft für einen modernen Lehrbetrieb brauchen wird - auch ein Thema der Abschlussarbeiten der Maturaklassen. 

Einen Überblick über die Projekte der Startwoche finden Sie hier...