Schulen

"Die Schülerinnen und Schüler fühlen sich wertgeschätzt, wenn sie so ein schönes Gebäude haben und wenn sie sehen, dass darauf Wert gelegt wird. Es ist wichtig, dass die Themen Nachhaltigkeit und Energiesparen bereits in der Schule beginnen", Petra Paradeiser, Professorin Bundesrealgymnasium Kremszeile

Lernen braucht Raum und eine Umgebung in der sich alle wohl fühlen. Mit der Änderung pädagogischer Konzepte ändern sich auch die Erwartungen an den Bildungsraum, daher gewinnt die Mitgestaltung und die flexible räumliche Umsetzung pädagogischer Konzepte immer mehr an Bedeutung. Mit bis zu 30 Großbaustellen im Jahr für Neubauten, Umbauten und Sanierungen von Schulen entwickeln wir mit unseren Nutzerinnen neue Raumsituationen und Funktionskonzepte, die eine angenehme Atmosphäre schaffen. Aber wie sieht sie nun aus - die Schule der Zukunft? Qualitäten wie Lichteinfall, Begegnungs- und Rückzugsräume sowie die Funktionalität und Flexibilität sind zentrale Bestandteile eines modernen Bildungsbaus. Stresssituationen sowie enge Räume sollen vermieden und wohnlichen lichtdurchfluteten Freiräumen weichen. Mit flexiblen Plätzen und vielen Zonen soll individuelles Lernen möglich werden - unter freiem Himmel oder Indoor. Raum und Gebäude müssen sich an den modernen Anforderungen von Bildung und Ausbildung orientieren und mit einer guten Arbeits- und Lernumgebung Leistungen fördern und beflügeln. 

Aktuelle Beispiele und ihre Besonderheiten finden Sie hier, sollten Sie mehr über unsere Projekte erfahren wollen, besuchen Sie uns doch auch auf www.big.at.

Alte Hülle, neuer Kern. HLMW9 Michelbeuern, Wien

Ressourcenschonung durch Gebäudeerhaltung und Umnutzung, zusätzliche 726 m² Nettoraumfläche ohne Bodenverbrauch durch Ausbau des Dachgeschoßes

Umbau der denkmalgeschützten ehemaligen Lokomotiven-Fabrik zu einer modernen Schule mit großzügigen Lernzonen und modernster Ausstattung. Während die Fassade optisch unverändert bleibt, um das einheitliche städtebauliche Erscheinungsbild zu wahren, wird die Schule erweitert und die Raumstruktur an den Nutzungsbedarf angepasst. Um eine der Zeit entsprechende, pädagogisch sinnvolle Raumaufteilung zu schaffen, wird die Gangstruktur entkernt und Räume neu angeordnet. So entstehen neben modernen Unterrichtsräumen großzügige Lernzonen und die notwendigen Pausenflächen. Neben der Adaptierung der Raumstruktur werden alle bestehenden Unterrichtsräume, der Verwaltungsbereich sowie die drei Lehrküchen saniert und technisch sowie gestalterisch auf den neuesten Stand gebracht. Dazu werden sämtliche Oberflächen, haus- und elektrotechnische Anlagen samt IT-Infrastruktur erneuert.

BG/BRG/BORG Lessinggasse

3.500m2 zusätzlicher Raum ohne Bodenverbrauch, moderner Bildungsraum, klimaaktiv Silber, Wärmepumpe, ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung, Erdwärmenutzung, Energiemonitoring, BIG ART-Projekt MYX

Aus dem BG/BRG Vereinsgasse und dem BORG Hegelgasse wurde nach rund vierjähriger Bauzeit das BG/BRG/BORG Lessinggasse. Mit der Fertigstellung wurden 16.500m² modernster Bildungsraum für rund 1.400 Schüler*innen geschaffen, wovon 5.900m² saniert und 10.600m² erweitert wurden. Der Altbau wurde umfangreich saniert und die Haus- und Elektrotechnik komplett erneuert. Aspekte wie das Heizen mittels Wärmepumpe, ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung, Energiemonitoring und Raumluftmessung brachten dem Gebäude eine Zertifizierung von klimaaktiv Silber mit über 800 von insgesamt 1.000 möglichen Punkten ein. Der Standort bietet nun Raum für 46 Klassenzimmer, drei modern ausgestattete Turnsäle, einen Bewegungsraum, Verwaltung, Bibliothek, Cafeteria und Speisesaal. Ein besonderes Highlight ist ein zweigeschossiger Mehrzwecksaal für den Schulschwerpunkt "Theater und Performance". Auch die Außenbereiche wurden deutlich aufgewertet: Zwei neue Innenhöfe und Teile der Dachflächen stehen als neue Pausenräume zur Verfügung. Für einen energieeffizienten Betrieb sorgt die Aktivierung der Schlitzwände zur Nutzung von Erdwärme. Die Pläne für das Projekt stammen von der ARGE Ulrich Burtscher, Marianne Durig und Vasko+Partner Ingenieure aus Wien.

Neben den Schüler*innen hat das neue Schulzentrum außerdem einen dauerhaften Gast: "MYX" – die monsterähnliche Skulptur, entwickelt von der Wiener Künstlergruppe Gelatin und umgesetzt von BIG ART als "Kunst & Bau"-Projekt – residiert von nun an im Schulhof. Mit seiner beachtlichen Größe von zehn Metern in der Länge und fünf Metern Höhe nimmt das mit seinen acht Augen neugierig umherschauende, fünfarmige grüne Wesen seine Rolle als neues Schulmaskottchen ein.

Grenzen überwinden. BG/BRG Franz Keim-Gasse, Mödling

Verbindung zu natürlichem Lebensraum, zusätzliche 6.400m2 für Unterricht, Verwaltung und Sport

Mehr Raum für Unterricht, Verwaltung und Sport. Das Bestandsgebäude wird generalsaniert und aufgestockt. Durch einen Zubau und smarte Planung wird der derzeitige Fehlbestand an Stammklassen ausgeglichen, die Verbindung zu natürlichem Lebensraum wird über einen Zugang zum Mödling Bach geschaffen. Am Dach der künftigen Dreifachsporthalle wird ein Hartplatz für weitere Sportaktivitäten installiert. Durch das von Treusch architecture ZT GmbH entworfene Konzept gewinnt das BG/BRG Keimgasse zusätzliche 6.400 Quadratmeter für Unterricht, Verwaltung und Sport.

Musisches Gymnasium Salzburg 

1.900 m² zusätzlicher Raum ohne Bodenverbrauch, kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, Photovoltaikanlage, flexible Raumkonzepte

Das Bestandsgebäude aus den 1980er Jahren wurde nicht nur technisch, sondern auch funktional auf den neuesten Stand gebracht. So übersiedelte beispielsweise die Bibliothek in den ehemaligen Konferenzraum, der in zentraler Lage im Erdgeschoß liegt. Durch die freigewordenen Flächen konnte ein eigener Bereich für qualitätsvolle Nachmittagsbetreuung geschaffen werden. Neue Böden, Wände und Decken sorgen für eine helle und freundliche Atmosphäre. Der Lehrerarbeitsbereich wurde in das erste Obergeschoß verlegt und entsprechend vergrößert.

Ein optisches Highlight stellt die rund 1.900 Quadratmeter umfassende neue Aufstockung dar, die auf den Bestand aufgesetzt wurde. Nach dem Konzept von one room Architekten soll der Eindruck entstehen, der Zubau schwebe förmlich über dem Altbau. Die Erweiterung umfasst fünf Musikräume und sieben Klassen. Weiters wurden großzügige Lern- und Aufenthaltszonen integriert, die projektorientiertes Arbeiten erleichtern. Das gesamte Geschoß ermöglicht aufgrund flexibler Raumkonzepte vielfältigste Nutzungsmöglichkeiten, auch im Hinblick auf Musikveranstaltungen und Probeaufführungen. Fünf Musik- und Proberäume für Einzelunterricht sowie ein großzügig angelegter Tanzsaal bieten umfassend Raum für kreative Entfaltung. Ebenso lädt die neue Dachterrasse zum Erholen im Freien ein.

Eine dezentrale, kontrollierte Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung sorgt für eine anhaltend gute Luftqualität in allen Unterrichtsräumen. Die Photovoltaikanlage am Dach erzeugt zu einem Teil den benötigen Strom.

HBLA Pitzelstätten

Lichtdurchflutet, Holzmassivbauweise rund 3.000 Kubikmeter Holz, Holzbaupreis 2019, klimaaktiv Silber, Niedrigstenergiestandard, hauseigener Brunnen

Klimaresilientes Bauen und Komfort für Schülerinnen und Schüler standen schon bei der Planung der durch das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus beauftragten Sanierung und Erweiterung im Fokus: Im Zuge der Generalsanierung des Schülerheims „Südtrakt“ wurde das Bestandsgebäude komplett entkernt, das Innere neu strukturiert und um eine Aufstockung erweitert. Auf rund 3.400 Quadratmetern konnten damit neue Raumkonzepte auf vier Stockwerken verwirklicht werden. Sämtliche Wohneinheiten verfügen anstelle von Vierbettzimmern nun über Zweibettzimmer mit Vorraum und Sanitärbereich. Einen kommunikativen Mehrwert bieten die neu entstandenen und über zwei Stockwerke gelegenen Sitzstufen in den Aufenthaltsbereichen. Zusätzlich wurde ein zweigeschossiger Neubau mit rund 3.200 Quadratmeter  errichtet und mit dem bestehenden Süd Trakt zu einem Hofgebäude zusammengeschlossen. Für Freizeitaktivitäten steht der Pavillon mit integrierten Aufenthaltsräumen und Teeküche zur Verfügung. Bei beiden Gebäuden kam Holzmassivbauweise zum Einsatz. Insgesamt wurden rund 3.000 Kubikmeter Holz verbaut. Die Trennwände zwischen den Zimmern und Gangbereichen sind abwechselnd mit Holz-Glas-Elementen gestaltet. Als Bodenbelag wurde ein robustes Eichenparkett gewählt. Bei der Fassade kam eine unbehandelte vertikale Lärchenholzverschalung zur Anwendung. Zusätzlich sorgen Fenster mit 3-fach Verglasung für die notwendige Wärmedämmung. Der hauseigene Brunnen für ressourcenschonenden Wasserverbrauch der WC-Anlagen mit Brauchwasser. Auch in Hinblick auf die Energieeffizienz wurde das Internatsgebäude auf den neuesten Stand gebracht. Während Wärme durch bestehende Biomasse für den gesamten Schulstandort erzeugt wird, senken zusätzliche Photovoltaikanlagen an der Fassade und auf dem Blechdach des Bestandstraktes den Energieverbrauch. Nach der Sanierung und Erweiterung erfüllt das Schülerheim der HBLA Pitzelstätten sämtliche Niedrigenergiestandards und ist mit klimaaktiv Silber zertifiziert. 

Ferrarischule Innsbruck 

Thermische Sanierung, großzügige Außenflächen, Qualitätsverbesserung

Das bestehende Schulgebäude wurde durch eine Aufstockung um rund 1.200 Quadratmeter erweitert. Aufgrund des neuen Raumkonzepts war somit die Verlegung der Sonderunterrichtsräume für die Bereiche Mode, Kreativbildung, Mediendesign, Werken als auch der Bibliothek vom Erdgeschoß in das neu hinzugekommene Stockwerk möglich. Die frei gewordenen Räumlichkeiten konnten dadurch zu zeitgemäßen und hellen Unterrichtsräumen umfunktioniert werden.

Der Gangbereich im neuen Geschoß wurde mit bunten Sitzmöbeln und bodentiefer Verglasung besonders nutzerfreundlich gestaltet. Es entstanden auf diese Weise einladende Aufenthaltszonen. Gleichzeitig eignen sich diese Bereiche auch als Präsentationsflächen für die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler.
Die bestehende Terrasse im ersten Obergeschoß wurde generalsaniert. Zusätzlich entstand im aufgestockten Teil des Schulgebäudes eine weitere Dachterrasse, die zum Erholen an der frischen Luft einlädt.

Der aus den späten 60er-Jahren stammende Internatstrakt wurde bis auf die Tragstruktur rückgebaut und mit einem neuen Raumkonzept wiedererrichtet. Fünfbettzimmer mit Sanitäranlagen am Gang gehören nun der Vergangenheit an. Stattdessen verfügen sie über Wohneinheiten mit modernen Zwei- und Vierbettzimmern und jeweils integrierten Sanitärräumen.

Auch in Hinblick auf die Energieeffizienz und technische Ausstattung wurde das Schul- und Internatsgebäudes auf den neuesten Stand gebracht. Während die thermische Sanierung der Fassade als auch der Tausch der Heizung für reduzierte Energiekosten sorgen, wurden sämtliche Elektroinstallationen und Oberflächen erneuert.

AHS Wien West

Umnutzung des Gebäudes, Raum für Sport, Raumcluster, Home-Bases und offene Lernzonen, Freiflächen

Ein gutes Beispiel für eine Umnutzung: Die ehemalige Biedermann-Huth-Raschke Kaserne wurde in die AHS Wien West mit Schwerpunkt Sport verwandelt. Die gesamte Schule wurde offen und hell gestaltet: Großzügige Fensterflächen bringen viel Tageslicht ins Innere. 34 Unterrichts- und Sonderunterrichtsräume und die Verwaltung sind auf rund 12.300 Quadratmetern untergebracht. Mit drei Turnsälen und großzügigen Außenanlagen mit Weitsprunganlage, 60-Meter Laufbahn, Hartplatz, Streetsoccer-Feld und Kugelstoßanlage steht einem ausgiebigen Sportprogramm nichts mehr im Wege. Terrassen und Freiflächen bieten Platz für offenes Lernen oder Projekt arbeiten und ein begrünter Innenhof lädt dazu ein, die Pausen draußen zu verbringen. Ein modernes Raumkonzept für moderne Pädagogik: Neben eigenen "Home-Bases" die als Aufenthaltsräume dienen, stehen offene Lernzonen und soziale Treffpunkte für die Schülerinnen und Schüler bereit. Die Unterstufe wird in Raum-Clustern unterrichtet - hier werden mehrere Klassen um eine offene Lernzone zur gemeinsamen Nutzung gruppiert.

Bildungsquartier Aspern

Clustersystem, großzügige Außenflächen, hohe Energieeffzienz, klimaaktiv Gold, Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit, Brunnenwasser, Bauteilaktivierung

Auf rund 13.800 Quadratmetern Nettoraumfläche wurden die Theorieklassen sowie Sonderunterrichtsräume, Verwaltung, Pausen- und Sportflächen für rund 1.100 Schüler errichtet. Die Stammklassen der AHS (Sekundarstufe I) sind nach dem Clustersystem – ähnlich wie in der BHAK/BHAS Polgarstraße – angeordnet. Hier werden mehrere Klassenzimmer um einen offenen Raum gruppiert, der beispielsweise für Gruppenarbeiten genutzt werden kann.Die Bildungseinheiten der Unterstufe sind in Clustern gebündelt: Vier Unterrichtsräume sind um eine offene Lernzone gruppiert und können dank Schiebewänden mit dieser verbunden werden. Eine Ebene darüber ist die Oberstufe im Departmentsystem organisiert. Nicht die Lehrerinnen und Lehrer kommen zu den Klassen, sondern umgekehrt wandern die Schülerinnen und Schüler zum Unterricht in die einzelnen Departments. Es gibt daher keine Stammklassen, sondern sogenannte Homebases, in denen die Jugendlichen die Zeit zwischen und außerhalb der Unterrichtstunden frei gestalten können. In der Sekundarstufe II wiederum sind die Lehrbereiche im Departmentsystem gegliedert. Die Lehrerzimmer sind hier dezentral im jeweiligen Department integriert und die Schüler haben keine Stammklasse sondern werden in einem Raum des jeweiligen Departments – ähnlich einer Universität – unterrichtet. An das bambusbepflanzte Schulwäldchen im Herzen des Gebäudes sind im Erdgeschoß Mensa, Bibliothek und Mehrzweckraum angelagert. Die Kühlung des Gebäudes kommt ohne nennenswerte Energiekosten aus, da man dazu auf Brunnenwasser und Bauteilaktivierung setzt. Emissionsarme Produkte unterstützen nicht nur das Raumklima, sondern auch "visuelle und haptische Authentizität.  

HTBLA HALLSTATT - WERKSTÄTTENGEBÄUDE

Einpassung in Natur, Licht, Raum, überdeckter Freibereich, Verwendung von Holz

Das Werkstättengebäude ist ein gutes Beispiel wie ein Gebäude mit der Umwelt korrelieren und darin eingebettet werden kann. So wurde der direkt angrenzende See in die Planung miteinbezogen und der Bau bis dorthin erweitert. Entsprechend seiner exponierten Lage an der Uferpromenade erfuhr dieser Bauteil eine etwas expressivere Ausformulierung. Im nördlichen Teil wurde der neue Lehrgang Bootsbau untergebracht. Insgesamt ist das Erdgeschoß transparent gehalten und hat zur Promenade Schaufenstercharakter. Die Obergeschoße mit den Klassen und den Räumen des Lehrganges Instrumentenbau - mit ihrer privilegierten Orientierung zum See - schaffen einen überdeckten Freibereich für die darunter liegende Bootsbauwerkstätte. Durch das Anrampen des Geländes konnten die Baukörper untereinander barrierefrei und für den Transport von Werkstücken optimiert über eine interne Erschließungsachse verbunden werden.  Während das Erdgeschoß in Massivbauweise errichtet wurde, sind die zwei Obergeschoße in Holz-Stahl-Verbundbauweise ausgeführt. Die Decken und Wände sind mit Brettsperrholz versehen und die Außenfassade aus vertikal angeordneten Glattkantbrettern in Holzart nordische Fichte angebracht, die Stiegenanlage ist ebenfalls unter Verwendung von Brettsperrholz gebaut.

HTBLVA/BHAK/BHAS St. Pölten

Natürliches Licht, Nachtlüftung, Energiekonzept, Traingarden

Geplant von YF Architekten wurde das Bundesschulzentrum vollständig saniert, erweitert und die Außenanlagen nachhaltig erneuert. Die gesamte Schule umfasst jetzt insgesamt rund 50.000 m². Der neue Zubau mit seiner auffälligen grünen Fassade verbindet die bestehenden Gebäude von HTBLVA und BHAK Die neue Mensa ist ein besonderes Highlight: Sie steht als freier, gläserner Raum im Erdgeschoß unter dem auf Stelzen stehenden dreigeschoßigen Klassentrakt der HTBLVA und öffnet sich zum neuen Campus mit einer Terrasse. Die Gänge zwischen den Unterrichtsräumen werden durch natürliches Licht erhellt und mit ausreichend frischer Luft versorgt. Die außen liegenden Außenjalousien regeln automatisch Wärme- und Lichteinstrahlung.

Bundesschullandheim- BSLH Radstadt

Verbindung Historisch mit Moderne, Atmosphäre, Energieeffizienz, Solaranlage, Kletterwand

Im Bundesschullandheim Radstadt können Schülerinnen und Schüler in herrschaftlichen und modernen Ambiente gleichzeitig ihre Skikurse oder Schullandwochen verbringen. Der große Neubau neben dem Schloss umfasst drei Geschoße und wurde energiebewusst gestaltet. Eine Solaranlage auf dem Dach deckt einen Teil des Warmwasserbedarfs ab. Pro Ebene gibt es ein barrierefrei gestaltetes Ein-Bett-Zimmer. Vom Schloss aus können die Schüler über einen weiteren unterirdischen Gang in den Turnsaal gehen. Wem gehen zu langweilig ist, der kann eine kurze Kletterpartie an der hier neu errichteten Kletterwand einlegen.

Bildungscampus Seestadt Aspern

Smart City, Grundwasser-Wärmepumpe, Photovoltaik und Solarthermie, Wärmerückgewinnung, Raumfunktionskonzept, TQB

In der Seestadt Aspern in Wien Donaustadt wurde ein neuer Bildungscampus für rund 800 Schüler errichtet. Das vierstöckige Gebäudeensemble mit sonnigen Terrassen und einer großzügigen Gartenanlage besteht aus einem Kindergarten für 11 Gruppen, einer Ganztagsvolksschule mit 17 Klassen sowie 8 Klassen, die für Kinder mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen ausgerichtet sind. Aufgrund einer Kooperation mit Aspern Smart City Research (ASCR) ist das neue Gebäude beinahe energieautark. Dazu kommen für Heizung und Warmwasser unterschiedliche alternative Energiesysteme zum Einsatz. Eine Grundwasser-Wärmepumpe, eine Solarthermie- Anlage am Dach sowie Wärmerückgewinnung aus der Abluft dienen als Heizung. Die Photovoltaikanlage am Dach erzeugt zum Teil den benötigten Strom. Für frische Luft sorgt die kontrollierte Raumlüftung im gesamten Gebäude. Darüber hinaus wird der Bildungscampus durch automatisch gesteuerte Außenjalousien vor einer Überhitzung geschützt. Die Lichtsteuerung sorgt für die optimale Beleuchtung, wenn es zu dunkel ist. Die Gartenanlagen werden mit Brauchwasser aus dem Brunnen bewässert. Durch all diese Maßnahmen wurde das Haus nach TQB – Total Quality Building – der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (ÖGNB) zertifiziert.

BRG Kremszeile

Mitgestaltung, Raumfunktionskonzept, Grünanlagen innen & außen, Rückzugs- und Begegnungsräume, Energieeffizienz, Raumklima

Innerhalb von zwei Jahren wurde das Bundesrealgymnasium in Krems erweitert, saniert und die Außenanlage neu gestaltet. Das Raumfunktionskonzept sowie die gesamte Planung fand in enger Abstimmung mit der Schulleitung und den Nutzern statt. Auch die Schülerinnen und Schüler konnten mitgestalten, so wurden die Fenster nach dem Vorbild des von einer Schülerin entworfenen Konzeptes umgesetzt. Das Gebäude besticht durch seine großzügige Anlage, die gut durchdachte Raumanordnung sowie viel Licht und einem guten Raumklima. Für das Lehrpersonal stehen Rückzugsmöglichkeiten für Besprechungen sowie ein Meetingpoint für Auszeiten zur Verfügung. Auffallend ist die gute Atmosphäre im Haus, die nicht zuletzt durch die umfangreiche Bepflanzung und das smarte Licht- und Lüftungskonzept verursacht wird. Im Zuge der Sanierungsarbeiten hat man sich auch viel Gedanken über Konzentrationsförderung in den Schulräumen gemacht und ein gutes Zusammenspiel zwischen Licht, Farben und Begrünung gefunden. Auch die Schüler haben die Möglichkeit sich in den großzügig angelegten Wintergarten, die Bibliothek oder in Aussenfreiräume zurück zu ziehen und so projektbezogen oder mobil zu arbeiten. Es stehen darüber hinaus die thermisch sanierte Schwimmhalle und die neuen Außensportanlagen samt Beachvolleyballplatz zur Verfügung. Zwei bepflanzte Innenhöfe sorgen für viel Licht. Die Pausen sowie auch der Unterricht können auf Terrassen an der frischen Luft abgehalten werden. Die Sonderunterrichtsräume für Werken haben einen direkten Zugang in den Innenhof. Das bisherige Ergebnis der Sanierung kann sich sehen lassen: Der Energieverbrauch ist um 2/3 gesunken, auch der Wasserverbrauch konnte ordentlich reduziert werden. 

HTBLA Fischergasse Wels

Raumlüftung, Wärmerückgewinnung, Raumfunktionsprogramm, Energieeffizient

Die Höhere Technische Bundeslehranstalt in der Welser Fischergasse wurde rundumerneuert und erweitert. Auf den neuesten Stand gebracht wurden in allen Unterrichtsräumen zur Verbesserung des Raumklimas und der Energieeffizienz eine kontrollierte Raumlüftung samt Nachtlüftung und Wärmerückgewinnung sowie moderner Regelungsanlagen. Raumnutzungen wurden nach Funktionsprogramm optimiert und Barrierefreiheit realisiert. Thermisch verbessert kann nun mit einer Senkung der Energiekosten gerechnet werden.

HTL Goethestraße Linz

Die Höhere Technische Bundeslehranstalt in der Linzer Goethestraße befindet sich zentral zwischen Hauptbahnhof und Donau. In gut einem Jahr Bauzeit, von Sommer 2013 bis Herbst 2014, wurde die Schule um einen neuen Klassentrakt und eine Turnhalle erweitert. Um Platz für den Neubau im Innenhof zu schaffen wurde ein in die Jahre gekommenes Bestandsgebäude abgebrochen. Über einen Gang sind Bestand und Neubau miteinander verbunden. Darüber hinaus laden Terrassen und neue Sitzgelegenheiten im Freien zum Lernen und Pausieren an der frischen Luft ein.

BRG Kufstein

Knitterwand v. Karlheinz Klopf, umfassende Sanierung

Das mehr als 100 Jahre alte Gebäude entsprach nicht mehr den modernen Anforderungen an einen Schulbetrieb und wurde daher nach den Plänen von Architekt Johannes Wiesflecker generalsaniert. Dabei wurden die Elektroinstallationen, Teile der Haustechnik und der Brandschutz erneuert. Ein Aufzug ermöglicht eine barrierefreie Erschließung aller Stockwerke und die Schule wurde erweitert. Das besondere Highlight dieser Schule ist die Knitterwand von Karl Heinz Klopf. Es ist eine Wand, die die dahintergelegene Glasfassade beschattet und die in Form eines zerknitterten Blatt Papiers ausgeformt wurde. Dieses in Schulen gängige Material wird dabei sozusagen aus den Innenräumen herausgezoomt und als Teil der Architektur in den Außenraum transformiert.

BHAK und BHAS Polgarstraße

Innovatives Raumkonzept, Mitgestaltung, Außenanlagen, Niedrigenergiestandard, Grundwassernutzung

Reichlich Platz, ein innovatives Raumkonzept, großzügige Außenanlagen und vieles mehr und das besondere: Die Schülerinnen und Schüler der Schule in der Polgarstraße haben fleißig mitgeplant. Das innovative Raumkonzept erlaubt die Umsetzung des an der Schule gelebten „modularen Lernkonzepts“. Das bedeutet nicht nur viele Raumwechsel, sondern, dass auch während des Unterrichts auf Ressourcen von anderen Räumen zugegriffen werden kann. Innovativ angelegt sind zudem die Außenanlagen der Schule, auch hier flossen die Ideen der Schüler ein. Und so können sie jetzt auf einer Holzterrasse mit Liegeflächen entspannen oder auf einer benachbarten Terrasse, die als Tanzfläche konzipiert ist, ihren Bewegungsdrang ausleben. In Bewegung bringen soll sie auch eine zusätzliche Fläche mit Sportbelag und stufenartigen Sitzgelegenheiten, die im Schulgarten angelegt wurde. Bewässert werden die Grünanlagen mit Brauchwasser aus dem hauseigenen Brunnen, der im Rahmen der Sanierung wieder aktiviert wurde. Für ein gutes Arbeitsklima sorgt eine kontrollierte Raumlüftung und ein innovatives Beleuchtungskonzept: Prisma-Kristalle auf der Abdeckung der Deckenlampen ermöglichen eine optimale, regelmäßige Streuung des Lichts. Die Gänge werden durch LED-Lampen energiesparend erhellt. Die rund 20 Zentimeter dicke Dämmung der Fassade lässt den Neubau Niedrigenergiestandard erreichen.

HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Niedrigenergiehaus-Standard f. Internat und Turnhalle, Lärchenfassade, Photovoltaikanlage, E-Tankstellen

Die Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt mit Schwerpunkt Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft ist ein Ort an dem sich die Schüler auch daHEIM fühlen sollen. Der durch das Lebensministerium beauftragte Zubau von Internat und einer Doppelturnhalle erreicht Niederenergiehaus-Standard. Die Fassade aus Lärche fügt sich ins Ortsbild und die umgebende Naturkulisse - mit Blick auf den Grimming - gut ein. Große Fenster bringen viel Tageslicht in Internat und Turnhalle, die unter anderem auch für Volleyball und Badminton ausgestattet wurde. Eine Kletterwand und ein Fitnessraum wurden ebenfalls angebracht und sind vom Internat aus bequem zu erreichen. Durch Fernwärme versorgt, ergänzt die angebrachte Photovoltaikanlage die Energiezufuhr mit sauberer Energie und sorgen E-Tankstellen für die Möglichkeit emissionsfreier Mobilität. Und so schnell gehts: Der Ausbau der HBFLA Raumberg-Gumpenstein in Zeitraffer....

GrünPlusSchule GRG7

Innenraumbegrünung, Fassadenbegrünung, Pilot für unterschiedliche Bepflanzungssysteme, Schadstoffminderung, CO2-Reduktion, PV in Kombination mit Dachbegrünung

Das von der TU Wien initiierte und von der BOKU begleitete Projekt hat das Ziel Auswirkungen von Innenraumbegrünungssystemen auf die Qualität der Raumluft zu untersuchen. Erste Zwischenergebnisse werden für dieses Jahr erwartet. Dazu soll es nicht nur weitere Erkenntnisse zu Veränderungen der Raumluftqualität und Verminderung der Schadstoffe in einem Schulgebäude geben, sondern die Einflüsse auf das hygro­thermische Verhalten des Gebäudes, das damit verbundene Energiesparpotential, Lärmminderung, Wasserrückhaltung und den Wärmeinsel-Effekt auf eine wissenschaftliche Basis gestellt werden. Um die Wirkung auch für die Schüler spürbar zu machen, wurden ganze Wände gemeinsam mit den Kindern in einzelnen Klassenräumen bepflanzt. Zu sehen sind unterschiedliche Pflanzenarten, weil Vielfalt gefördert und Widerstandsfähigkeit der Schützlinge getestet werden soll. Auch der von umliegenden Häusern begrenzte Schulhof wurde kurzerhand zu einer pflanzlichen Versuchsstation umfunktioniert, in der auf den Fassaden unterschiedliche Bewässerungs- und Eintopfsysteme auf ihre nachhaltige Funktionsfähigkeit getestet werden. Bepflanzt wurde auch die Dachbegrünung mit Photovoltaik Kombination, sie soll eine optimale Lösung für die Energie­effizienz in gesamt­ökologischer Betrachtung liefern. Hier geht es zum Fachbericht. >> ORF-Bericht vom 30. Juni 2016

Bildungsquartier Aspern

Mit dem Bildungsquartier Seestadt Aspern entstand ein Niedrigstenergie-Gebäude das durch seine äußerst kompakte Bauweise überzeugt. Das geschickte Spiel mit Tageslicht, Freecooling über das Brunnenwasser und konsequente Bauteilaktivierung, die Materialwahl, Verbrauchsmonitoring und ein auch an heißen Sommertagen spürbar angenehmes Raumklima sorgen einerseits für effizienten Betrieb und schaffen andererseits optimale Lern- und Lehrbedingungen. Architektur: Fasch & Fuchs ZT GmbH, Fachplanung für Nachhaltigkeit: EXIKON arc&dev