Umweltmanagement in BIG

Schritt für Schritt in eine bessere Zukunft: Ein Schwerpunkt liegt in der Vorbildwirkung und dem bewussten Umgang mit den Ressourcen in den von uns selbst genutzten Häusern. Seit vielen Jahren werden Maßnahmen gesetzt, um den Umweltschutz im Konzern voranzutreiben und die BIG grüner zu machen.

So ist die BIG Zentrale in Wien seit 2008 ein Ökobusinessbetrieb und wurde das für alle Standorte zertifizierte Umweltmanagementsystem (UMS) nach ISO 14001 (Umweltmanagement) auch 2019 wieder bestätigt. Zu den Kernthemen gehören folgende Punkte:

1. Abfallvermeidung und Abfalltrennung

2. Optimierung der Nutzung von Energie und Ressourcen

3. Nachhaltige Beschaffung

4. Nachhaltige Mobilität

5. Reduktion von Emissionen

6. Schaffen von Bewusstsein für Umweltthemen

Das UMS ermöglicht uns, Ressourcen und Kosten einzusparen sowie Umweltrisiken frühzeitig zu erkennen, um rechtzeitig gegensteuern zu können. Es stellt auch die Rechtskonformität des Betriebs in Bezug auf geltendes Umweltrecht sicher. Dazu werden alle umweltrelevanten Vorschriften identifiziert, in einer Umweltrechtsdatenbank erfasst und die daraus entstehenden Verpflichtungen umgesetzt. Für die erfolgreiche Umsetzung des UMS ist der Umweltbeauftragte der BIG verantwortlich, der wiederum von einem Umweltteam mit Mitarbeitenden aus allen Standorten unterstützt wird.

Ein wichtiger Hebel, um nachhaltige Wirkung entlang der Lieferkette zu fördern, ist der Einkauf von Produkten und Dienstleistungen, die ökologischen und sozialen Standards entsprechen. Auf Basis des Nationalen Aktionsplans zur Förderung einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung und der Mustermappe „Öko-Kauf Wien“ wurden BIG-eigene Leitlinien für einen nachhaltigen Einkauf ausgearbeitet. So muss etwa Kopierpapier chlorfrei sein, aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen und ein anerkanntes Umweltzeichen tragen. Aktuell wird an der Systemeinführung der E-Rechnung gearbeitet. Für IT-Geräte gilt die Anforderung, auf der Informations-Plattform www.topprodukte.at mit dem Zertifikat Gold oder Silber ausgezeichnet zu sein.

Ein weiterer Schwerpunkt des BIG Umweltmanagements liegt auf den Themen Energieeffizienz und einem ökologischen Arbeitsplatz. Im Rahmen unseres Energie-Monitorings wurden alle Verbräuche ermittelt und daraus Energiesparmaßnahmen abgeleitet. Durch die Verringerung der Zahl der Arbeitsplatzdrucker und die Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für toner- und papiersparenden doppelseitigen Druck konnten in den letzten Jahren zahlreiche Toner-Kartuschen und mehr als zwei Paletten Kopierpapier eingespart werden.

Auch bei der hausinternen Verpflegung legen wir auf nachhaltige Beschaffung und Umweltfreundlichkeit großen Wert. So werden beispielsweise fair gehandelter Kaffee und Obstsäfte aus Österreich verwendet. Plastik wird insbesondere in der Staff -Lounge der BIG Zentrale weitestgehend vermieden und Kaffee an größeren BIG Standorten in dauerhaften Behältern geliefert, womit bisher insgesamt 1.620 Stück. Alu-Kunststoff -Kaffeepackungen eingespart werden konnten. Knapp 7,5 Tonnen des zentral gesammelten nährstoffreichen Kaffeesuds konnten wir seit 2017 einem Unternehmen für die Austernpilzzucht zur Verfügung stellen.

Fahrzeuge des Unternehmens müssen strenge Emissionsgrenzwerte erfüllen bzw. alternativ angetrieben werden: Mit unserem umweltfreundlichen Mobilitätsmanagement sparen wir jährlich rund 150 Tonnen Kohlendioxid und 486 Kilogramm Stickoxide ein. Das gelingt mit einem Jobticket für alle Mitarbeitenden österreichweit für den innerstädtischen Bereich, dem Car-Sharing-Angebot von BIG und ARE oder durch die Benützung eines der begehrten E-Cars und es stehen für kurze Fahrten auch Dienstfahrräder, E-Bikes oder E-Roller zur Verfügung. Der einfachste Weg sich über große Distanzen an einen Tisch zu setzen, sind Videokonferenzen. Eine Möglichkeit, die immer öfter genutzt wird, da die dazugehörige Infrastruktur nun an allen Standorten der BIG eingerichtet ist. Aufgrund der Relocation im September 2017 in ein nachhaltig zertifiziertes modernes Gebäude (ÖGNI Platin) sowie der von uns gesetzten UMS-Maßnahmen im Jahr 2018 und der fortschreitenden Bewusstseinsbildung innerhalb der BIG konnten wir eine äußerst positive Entwicklung der Zahlen feststellen.

Die größten Einsparungen machten sich bei Heizwärmebedarf, Stromverbrauch sowie Restmüllaufkommen bemerkbar. Hier konnten wir in der Zentrale Wien die Verbrauchswerte um bis zu 55 % reduzieren. Auch in den Bereichen Wasserverbrauch und Treibstoff verbrauch konnte der Trend der letzten Jahre fortgeführt und die Werte um einige Prozentpunkte verbessert werden.