Nachhaltigkeit in der BIG

Wer ist die BIG?

Mit 2.003 Liegenschaften ist der BIG Konzern eines der größten Immobilienunternehmen Österreichs, das zu 100 % im Eigentum der Republik Österreich steht. Die Eigentümervertretung wird seit 1. Jänner 2019 durch die Österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG) im Rahmen eines aktiven Beteiligungsmanagements im Interesse der Republik Österreich wahrgenommen. Kerngeschäft ist es, das Portfolio5) von rund 7,3 Mio. m² vermietbarer Fläche mit einem Verkehrswert von EUR 13,8 Mrd. so zu bewirtschaften, dass stabiles Wachstum und nachhaltige Wertsteigerung möglich sind und die Raumbedürfnisse der Republik Österreich zu marktkonformen Bedingungen gedeckt werden können. 

Da der BIG Konzern seine Liegenschaften zu einem Großteil im Bestand hält, besteht größtes Interesse an der Langlebigkeit dieser Immobilien über ihren gesamten Lebenszyklus. Die Bestandsliegenschaften weisen einen sehr hohen Vermietungsgrad von rund 99 % auf. Das Dienstleistungsspektrum der BIG reicht von der Konzeption eines Projekts über die Planungsbegleitung und Bauabwicklung bis hin zur umfassenden Bewirtschaftung, Instandhaltung, Betriebsführung und Verwertung der Immobilie. 

Als staatsnahes Unternehmen unterliegt die BIG dem Bundes Public Corporate Governance Kodex und befolgt zudem seit Dezember 2008 freiwillig die Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex. Der BIG Konzern folgt dem Grundsatz hoher Transparenz. Klare Strukturen und Abläufe prägen die Gesellschaftsorgane sowie die einzelnen Organisationseinheiten – insbesondere im Finanz- und Rechnungswesen, Controlling und Berichtswesen.

Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Compliance-Managementsystem etabliert, welches intern laufend weiterentwickelt wird. Dabei wurden die Bereiche Antikorruption, Vergabewesen, Datenschutz und Kapitalmarkt- recht als wesentliche Compliance-Bereiche definiert. Im Compliance-Bereich Antikorruption wird die Prozessqualität des Korruptionspräventionsprogramms mit der Aufteilung der Agenden zur Prävention, Aufdeckung und Reaktion auf Rechtsabteilung, Revision und Personalabteilung sichergestellt. Die im Unternehmen installierte Compliance-Managerin gewährleistet die Weiterentwicklung des Compliance-Managementsystems im Unternehmen und ist erste Ansprechpartnerin für Compliance-relevante Fragestellungen. 

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Ein besonderer Fokus liegt in der Vorbildwirkung und dem bewussten Umgang mit den Ressourcen in den von uns selbst genutzten Häusern. Seit vielen Jahren werden Maßnahmen gesetzt, um den Umweltschutz im Konzern voranzutreiben und die BIG grüner zu machen. So wurde das für alle Standorte zertifizierte Umweltmanagementsystem (UMS) nach ISO 14001 (Umweltmanagement) auch 2020 wieder bestätigt. Dokumentiert werden die Ergebnisse in der E-Toolbox. Sowohl die direkten als auch die indirekten Umweltauswirkungen der BIG werden intern und extern (TÜV) geprüft. Zu den Kernthemen gehören:

  1. Abfallvermeidung bzw. Abfalltrennung
  2. Optimierung der Nutzung von Energie/Ressourcen
  3. Nachhaltige Beschaffung
  4. Nachhaltige Mobilität
  5. Reduktion von Emissionen
  6. Bewusstseinsbildung für Umweltthemen

Das Umweltmanagementsystem (UMS) ermöglicht der BIG, Ressourcen und Kosten einzusparen sowie Umweltrisiken frühzeitig zu erkennen, um rechtzeitig gegensteuern zu können. Für die erfolgreiche Umsetzung des UMS ist der Umweltbeauftragte der BIG verantwortlich, der wiederum von einem Umweltteam mit Mitarbeitenden aus allen Standorten unterstützt wird.

OekoBusiness-Betrieb. Ein wichtiger Hebel für nachhaltiges Wirtschaften entlang der Lieferkette ist der Einkauf von Produkten und Dienstleistungen, die ökologischen und sozialen Standards entsprechen: Auf Basis des naBe dem Österreichischen Aktionsplan zur nachhaltigen öffentlichen  Beschaffung  –  und  der Mustermappe „Öko-Kauf Wien“ wurden BIG-eigene Leitlinien für einen nachhaltigen Einkauf ausgearbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt des BIG Umweltmanagements liegt auf den Themen Energieeffizienz und einem ökologischen Arbeitsplatz sowie der nachhaltigen Beschaffung bei der hausinternen Verpflegung. So werden beispielsweise fair gehandelter Kaffee und Obstsäfte aus Österreich verwendet. Plastik wird insbesondere in der Staff- Lounge der BIG Zentrale weitestgehend vermieden und Kaffee an größere BIG Standorten in dauerhaften Behältern geliefert. Damit werden jährlich etwa 1.620 Stück 1 kg Alu-Kunststoff-Kaffeepackungen eingespart und wurden seit 2017 knapp 10 Tonnen des zentral gesammelten nährstoffreichen Kaffeesuds der Austernpilzzucht zur Verfügung gestellt.

Nachhaltiges Fuhrparkmanagement. Fahrzeuge des Konzerns müssen strenge Emissions- Grenzwerte erfüllen bzw. alternativ angetrieben werden. Mit dem umweltfreundlichen BIG Mobilitätsmanagement spart die BIG jährlich rund 150 t Kohlendioxid und 486 kg Stickstoffoxide ein: Das gelingt mit einer Jahresnetzkarte für alle Mitarbeitenden österreichweit für den innerstädtischen Bereich (Job- ticket), dem Car-Sharing-Angebot von BIG und ARE oder durch die Benützung eines der drei E-Cars. Für kurze Fahrten stehen auch Dienstfahrräder, E-Bikes oder E-Roller zur Verfügung. 

Als Eigentümer und Bauherr investiert der BIG Konzern über ganz Österreich verteilt jährlich mehrere hundert Millionen Euro in seine Gebäude. Die durch Neubau, Generalsanierung und Instandhaltung entstehende Wertschöpfung unterstützt eine nachhaltige wirtschaftliche Stärkung der Regionen.

Nach einer 2020 durch die BIG in Auftrag gegebenen Studie verblieben durchschnittlich 85 % der getätigten Investitionen als Wertschöpfung in Österreich. Der mit den Investitionen verbundene Beschäftigungseffekt zwischen den Jahren 2015 und 2019 entspricht rund 38.500 vollzeitäquivalenten Beschäftigungsverhältnissen. Rund 70 % davon werden von Männern innegehalten. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Investitionen hauptsächlich in die Bauwirtschaft fließen, wo traditionell deutlich mehr Männer als Frauen arbeiten.

Die IHS-Studie kommt auch zu dem Schluss, dass eine Million Euro an Investitionen und Ausgaben des BIG Konzerns durchschnittlich in Österreich 0,90 Mio. Euro an Wertschöpfung bewirkten und 10,6 vollzeit- äquivalente Beschäftigungsverhältnisse sichern“.

Die Langlebigkeit unserer Gebäude vor Augen wurde bereits 2011 das Thema der Nachhaltigkeit in der strategischen Ausrichtung des Konzerns verankert, durchgängige Nachhaltigkeitsstrukturen aufgebaut und konkretisiert, was es braucht, um als Leading Company in der Immobilienwirtschaft voranzugehen. 

Da gemeinsames Handeln Voraussetzung für die Umsetzung nachhaltigkeitsrelevanter Themen ist, wurde ein Steuerungsprozess auf allen Ebenen geschaffen. Dafür definierte die BIG klare Strukturen, messbare Ziele, konkrete Maßnahmen und begleitet mit einem Wirkungscontrolling den Umsetzungsfortschritt. 

Mehr zu unserem Nachhaltigkeitsmanagement erfahren Sie hier...

Ziel ist ganzheitliches Planen unter Berücksichtigung von sozialen und umweltfreundlichen Rahmenbedingungen. Als Bauträger hat der BIG Konzern über die Beauftragung und Vergabe Einfluss auf die gesamte Lieferkette von der Planung, über den Bau bis hin zum Betrieb. Das beginnt bereits bei der Planersuche. Die von der BIG dazu regelmäßig eingesetzten Architekturwettbewerbe sichern die Vergabequalität auch in Hinblick auf die Einhaltung nachhaltiger Kriterien.

Allen voran ist der Nachhaltige Mindeststandard des BIG Konzerns verpflichtend umzusetzen. So wird in den Architektur-Wettbewerbsunterlagen bereits darauf hingewiesen, dass das Siegerprojekt im Anschluss an den Wettbewerb mit dem Holistic Building Program (HBP)-Online-Tool zu planen, abzuwickeln sowie der Nachhaltige Mindeststandard der BIG umzusetzen ist. Die Zielvorgaben und der Fokus auf die hohe Energieeffizienz (klimaaktiv Silber) sowie die ganzheitliche Betrachtung (Lebenszyklusbetrachtung) werden ausdrücklich angeführt.

Ergänzend dazu gehen der Projektierung von Gebäuden oder Quartieren in bestimmten Fällen Machbarkeitsstudien und Beteiligungsprozesse voraus. Soweit es zu diesem frühen Zeitpunkt bereits möglich ist, werden nachhaltige Kriterien auch hier einbezogen und die Rahmenbedingungen geklärt. Dazu gehört insbesondere die stadtplanerische Anordnung von Baukörpern, die Grünraumerhaltung und - gestaltung in Hinblick auf die Reduktion der bebauten Fläche oder die bestehende Infrastruktur (öffentliche Einrichtungen, Parkplätze, Fahrradwege, Standortqualität).

Auch für die Vergabe von nicht dem Bau dienenden Tätigkeiten gibt es klare Vergabevorschriften, die unternehmensintern im BIG-eigenen Kodex zusammengefasst und in Compliance-Schulungen vermittelt werden. Für die Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen im eigenen Bürobetrieb werden die ökologischen und sozialen Standards nach dem naBe, dem Österreichischen Aktionsplan zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung, und der Mustermappe „Öko-Kauf Wien“ umgesetzt.

Mit ihren Gebäuden gestaltet die BIG die bebaute Umwelt und den öffentlichen Raum. Mit dem zunehmenden Einfluss ökologischer Kriterien, die sich in der Bodeninanspruchnahme, der Ausrichtung und Form des Baukörpers, der Beschaffenheit der Gebäudehülle und der verwendeten Baustoffe niederschlagen, verfolgt der Konzern eine ganzheitliche Planung, in der alle Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt werden. Zur Sicherung der Qualität dient der von uns regelmäßig eingesetzte Architekturwettbewerb - er ist wesentliches Instrument, dieses Ziel zu verfolgen, die Projektqualität zu erhalten und die österreichische Baukultur weiterzuentwickeln.

Der Konzern erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit 2019 gleich für drei Projekte: das Türkenwirtgebäude der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien, das Bildungsquartier Aspern und das Justizgebäude Salzburg. Letzteres erhielt 2018 bereits klimaaktiv Gold für die Sanierung des Bestandsgebäudes, dessen Zubau klimaaktiv Silber. Sowohl die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden historischen Bestandsgebäudes als auch der neue Zubau erfüllen höchste energetische Standards. Auch der BOKU-Holzneubau Türkenschanze (Schwackhöferhaus) erhielt klimaktiv Gold mit 986 Punkten.

Die wichtigsten Auszeichnungen der letzten 10 Jahre finden Sie hier...

Die BIG bewirtschaftet Immobilien, die heute und morgen unterschiedlichste Funktionen erfüllen müssen. Daher werden Innovationen und die Weiterentwicklung neuer Technologien im Kerngeschäft der BIG in Form von Innovations- und Forschungskooperationen gemeinsam mit unseren Stakeholdern vorangetrieben. 

2020 gewann die BIG den Procura+ Award 20209) in der Kategorie „Innovative Beschaffung in Informations- und Kommunikationstechnologien IKT“: Sie setzte sich mit einer Innovationspartnerschaft für smarte IT-Lösungen gegen die Mitbewerber durch. Ziel ist die Entwicklung eines neuartigen elektronischen Verwaltungstools im Bereich Objekt und Facility Management zur besseren Vernetzung von Eigentümer, Nutzerinnen, Mietern, Verwaltung und Facility Management. Darüber hinaus sollen Funktionalitäten wie interaktive Raumpläne, Raumbuchungssysteme oder Energiemanagementsysteme mit Projektpartnerschaften in der Softwareentwicklung gemeinsam weiterentwickelt werden.

Nachhaltigkeitsstrategie

Für den Konzern ist eine nachhaltige Betrachtungsweise aufgrund seiner auf Langfristigkeit ausgelegten Eigentümerrolle und der damit verbundenen hohen Kapitalbindung immanent. Wir sind uns zudem der Verantwortung und Vorbildwirkung bewusst und wollen als Leading Company für Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft vorangehen. 

Die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die daraus abgeleiteten Nachhaltigkeitsziele orientieren sich an den 17 Sustainable Development Goals (SDGs) des UN Global Compact, den nationalen Klima- und Umweltzielen und den Ergebnissen der regelmäßig durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse. Für jene SDGs, in denen wir in unserem Kerngeschäft die größten Hebel sehen, haben wir uns im Rahmen einer Gap-Analyse folgende Schwerpunktziele gesetzt:

SDG 4: Hochwertige Bildung

Ziel: Bildungsraum für die Zukunft zu schaffen, der den Anforderungen pädagogischer Konzepte heute und in Zukunft entspricht

Rund zwei Drittel der Portfolioflächen entfallen auf Schul- und Universitätsgebäude. Sowohl beim Neubau als auch bei der Sanierung von Bildungsräumen ist es uns wichtig, soziokulturell und ökologisch nachhaltige Aspekte so- wie die neuesten technologischen Entwicklungen mit einzubeziehen. Mit der Änderung pädagogischer Konzepte ändern sich auch die Erwartungen an den Bildungsraum, daher gewinnt die Mitgestaltung und die flexible räumliche Umsetzung pädagogischer Konzepte immer mehr an Bedeutung.

SDG 5 Geschlechter-Gleichstellung

Ziel: BIG ist ein moderner Arbeitgeber, der eine wertschätzende Unternehmenskultur ohne Diskriminierungen schafft

Vielfalt wird als Bereicherung gesehen und auf Chancengleichheit, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, Alter oder sonstiger Unterschiede, wird geachtet. Über ein Drittel aller Mit- arbeitenden im Unternehmen sind Frauen, die Führungsebene ist über den gesamten Konzern gesehen zu 40 % weiblich. Rund 3,3 % der Mitarbeitenden haben eine nachgewiesene Erwerbsminderung bei voller Integration in das Arbeitsgeschehen. In Hinblick auf das Gebäudeportfolio wird auf Barrierefreiheit geachtet, um den freien und gleichberechtigten Zugang zu öffentlich verfügbaren Dienstleistungen gewährleisten zu können.

SDG 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden

Ziel: Eine ökologisch und sozial verträgliche Stadtteil- und Quartiersentwicklung

In der Stadtteil-, Quartiers- und Campusentwicklung nutzen wir das Potenzial für nachhaltige Entwicklungen auf allen Ebenen. Mit unseren ganzheitlichen Klima- und Umweltschutzmaßnahmen tragen wir zu einer umwelt- und klimaschonenden Zukunft eines soziokulturell wertvollen urbanen Raums bei. Dazu gehört ein verantwortungsvolles Boden-, Grünraum- und Regenwassermanagement.

SDG 7: Bezahlbare und saubere Energie

Ziel: Ausstieg aus fossilen Brennstoffen unter gleichzeitiger Forcierung erneuerbarer Energien

Durch Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien und dem zeitnahen Ausstieg aus fossilen Energieträgern leisten wir einen Beitrag zu einer emissionsfreien Zukunft. Zudem sorgen wir durch die Erhöhung der Energieeffizienz der Gebäude in Bau und Betrieb für einen geringeren Energieverbrauch. Durch den Einsatz von neuen Umwelttechnologien gewinnen wir neue Erkenntnisse, die Bauvorhaben in der Zukunft zugutekommen.

SDG 8 Menschenwürdiges Arbeits- und Wirtschaftswachstum

Ziel: Wahrung einer hohen Transparenz wie auch fairer und sozial gerechter Wettbewerbs- und Arbeitsbedingungen sowie Sicherung von Arbeitsplätzen durch Investitionen in den Wirtschaftsstandort

Ethische Standards für Fairness, Transparenz und Wertschätzung finden sich im Corporate Governance und unserem BIG Kodex wieder. Sie prägen unsere Unternehmenskultur nach innen und nach außen. Neben einem attraktiven Arbeitsumfeld achten wir auch in unseren Geschäftsbeziehungen auf faire und sozial gerechte Wettbewerbs- und Arbeitsbedingungen. Durch regionale Wertschöpfung und zukunfts- fähige Investitionen fördern wir gesundes wirtschaftliches Wachstum.

SDG 12 Nachhaltiger Konsum und Produktion

Ziel: Reduktion der klimaschädlichen THG-Emissionen, die Schonung der Ressourcen und Erhaltung der Artenvielfalt

Das Errichten und Bewirtschaften von Gebäuden hat hohe Auswirkungen auf das Klima, den Boden, die Biodiversität, das Wasser und Ressourcen. Daher wurden Kriterien für die Ökobilanz der Gebäude und Vorgaben für Begrünungs- und Versickerungsflächen in den Nachhaltigen Mindeststandard aufgenommen. Gleichzeitig soll das Thema der Kreislaufwirtschaft vorangetrieben werden.

 

SDG 13 Maßnahmen zum Klimaschutz

Ziel: Umsetzung des Nachhaltigen Mindeststandards und den 10 BIG Points

Der Gebäudesektor ist für ein Drittel des heimischen Energieverbrauchs und für einen hohen Ressourcenverbrauch verantwortlich. Dem begegnet die BIG aktiv mit dem Nach- haltigen Mindeststandard und Zielen für Nachhaltiges Bauen und Bewirtschaften.

 

SDG 17 Partnerschaften

Ziel: Gemeinsam mit unseren Partnern, Kundinnen und Stakeholdern nachhaltige Zukunftskonzepte umzusetzen

Mit unseren Kundinnen und Kunden pflegen wir langfristige Partnerschaften und setzen Bau- und Sanierungsprojekte in enger Abstimmung mit ihnen um. Zur Weiterentwicklung von Innovationen und der Förderung der technologischen Transformation in unserem Kerngeschäft werden Kooperationen mit unseren Stakeholdern vorangetrieben.

 

Die Wesentlichkeitsanalyse wird im Zuge eines mehrstufigen Prozesses regelmäßig durchgeführt, um die geschäftsrelevanten Handlungsfelder auf aktuellem Stand zu halten und die Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen priorisieren zu können. Damit werden jene Handlungsfelder in den strategischen Fokus gerückt, die die höchste Relevanz für unsere Stakeholder und die größten Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft haben. Um die jüngsten Entwicklungen berück- sichtigen zu können, wurde die zuletzt 2017 umgesetzte Wesentlichkeitsanalyse 2020 erneut durch- geführt und die Wesentlichkeitsmatrix aktualisiert.

Um die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Klima und Umwelt möglichst gering zu halten, hat sich die BIG bereits 2019 in zehn Themenfeldern – den 10 BIG Points – über den gesetzlichen Anforderungen liegende Klima- und Umweltschutzziele gesetzt. 

 

Um den Beweis anzutreten, dass Unternehmen klima- und umweltschonende Maßnahmen unter Beibehaltung maximaler Wirtschaftlichkeit umsetzen können, fiel mit Anfang des Jahres 2020 der Startschuss zur Umsetzung des Nachhaltigen Mindeststandards für Neubau und Generalsanierungen. Auf Basis dieser Vorgaben erzielen wir laut Expertinnen und Experten eine zumindest bis zu 30 % höhere Energieeffizienz, als es aktuell gefordert ist. Damit und mit unseren 10 BIG Points für Nachhaltiges Bauen und Bewirtschaften gelang uns im Geschäftsjahr 2020 ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Der nun für den gesamten Konzern geltende Nachhaltige Mindeststandard geht über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und enthält die Vorgabe für Neubauten und Generalsanierungen zumindest klimaaktiv Silber zu erreichen sowie rund 60% des HBP umzusetzen. Unseren Partnern steht das Online-Tool auch als Testprogramm unter hbp.big.at zur Verfügung, intern wurden die Schulungen zu den Themen nachhaltiges Bauen, Sanieren und Bewirtschaften intensiviert. 

Bei allen Tätigkeiten der BIG stehen Kompetenz, Professionalität und höchste Qualität im Vordergrund. Das garantiert auch die Zertifizierung für die Implementierung international anerkannter Managementsysteme. So wurde ein konzernweites Umweltmanagementsystem eingeführt (ISO 14001) und ISO 45001 für alle Standorte für unser Objekt- und Facilitymanagement umgesetzt.