Wer ist die BIG?

Zahlen und Fakten

Mit rund 2.200 Liegenschaften ist die BIG eines der größten Immobilienunternehmen des Landes, die zu 100% im Eigentum der Republik Österreich steht und bei der die Eigentümerfunktion seit 2018 durch den Bundesminister für Finanzen wahrgenommen wird. Kerngeschäft ist das Portfolio von rund 7,2 Mio. Quadratmetern mit einem Verkehrswert von 12,0 Mrd. EURO so zu bewirtschaften, dass stabiles Wachstum und nachhaltige Wertsteigerung möglich sind. Da die BIG ihre Immobilien über den gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Planung bis zum Rückbau – entwickelt und begleitet, steht entlang dieser Wertschöpfungskette ein verantwortungsvoller Umgang mit allen Ressourcen im Vordergrund. Das betrifft sowohl die Lieferkette für Bauleistungen als auch Leistungen, die über die Bewirtschaftung und Instandhaltung der Gebäude beauftragt werden.

Der BIG Konzern umfasst insgesamt 408 Schulliegenschaften, 207 Universitätsliegenschaften, über 1.000 Spezialimmobilien sowie die ARE Austrian Real Estate GmbH, deren Tochter die ARE Austrian Real Estate Development Gmbh und zahlreiche Projektgesellschaften: In den Unternehmensbereichen Universitäten, Schulen sowie Spezialimmobilien werden die Eigentümerinteressen durch das Assetmanagement vertreten und Bauprojekte durch das Projektmanagement umgesetzt. Die Verwaltung und Instandhaltung der Liegenschaften des Konzerns erfolgt bei Beauftragung durch das Objekt und Facility Management der BIG. 

Büro-, Gewerbe- und Wohnimmobilien werden in der Tochtergesellschaft ARE Austrian Real Estate GmbH (ARE) bewirtschaftet. Ergänzend dazu entwickelt die ARE Austrian Real Estate Development GmbH (ARE DEVELOPMENT), eine 100%ige Tochtergesellschaft der ARE, alleine oder gemeinsam mit Partnern Stadtteile und frei finanzierte Wohnimmobilienprojekte in Österreich.

Das Unternehmen hat die Aufgabe, die Republik Österreich nach marktwirtschaftlichen Kriterien mit Raum zu versorgen und muss sich wie private Immobilienunternehmen auf dem freien Markt behaupten. Das gelingt ihr mit zukunftsorientierter nachhaltiger Planung, Augenmerk auf Gebäudefunktionalität, baulich-architektonische Qualität, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit. Die intensive Abstimmung mit Kunden und Planern sowie transparent abgewickelte Wettbewerbe im Rahmen von Vergabeverfahren tragen wesentlich zu einer erfolgreichen Umsetzung bei.

Darüber hinausgehende Informationen zu Geschäftsmodell, Portfolio und Geschäfts- und Ergebnisentwicklung für das Jahr 2017 finden sich im Geschäftsbericht des BIG Konzerns oder auf www.big.at.

Kultur, Werte und Leitmotive

Wie wir miteinander umgehen und uns verhalten beeinflusst die Menschen mit denen wir zu tun haben und das Unternehmen. Verhaltensvorgaben, wie der Corporate Governance-Kodex und der Compliance Code of Conduct sorgen für einen klaren und fairen Umgang mit unseren Stakeholdern. Darüber hinaus haben wir gemeinsam Leitmotive entwickelt, nach denen wir handeln. Im Umgang untereinander wollen wir Wertschätzung und Offenheit fördern.

Damit soll für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Basis für ein Bewusstsein geschaffen werden, das für den Erfolg des Unternehmens und der Wahrnehmung seiner gesellschaftlichen Verantwortung entscheidend ist.

Die strategische Ausrichtung des Konzerns sowie die Vorhaben und Maßnahmen für die nächsten Jahre werden in einem strategischen Planungs- und Steuerungsprozess evaluiert und gemeinsam festgelegt. Der Prozess bildet den Rahmen für die jährliche Strategiearbeit, den Budgetierungsprozess, für operative Maßnahmen sowie für die persönlichen Zielvereinbarungen der BIG Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Zuge des Strategieprozesses wurde ein Zukunftsbild des BIG Konzerns entwickelt, das ambitionierte Ziele bis zum Jahr 2020 definiert.

Corporate Governance ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg des Unternehmens. Sie bietet sachliche und rechtliche  Rahmenbedingungen und fördert Transparenz, Rechenschaftspflicht, einen angemessenen Umgang mit Risiken und vernünftige Geschäftspraktiken. Bereits seit der Neuausrichtung der BIG durch das Bundesimmobiliengesetz im Jahr 2001 verfolgt die Geschäftsführung insbesondere im Hinblick auf die Finanzierung auf dem Kapitalmarkt das Prinzip höchster Transparenz im Unternehmen. Dazu zählen die Implementierung klarer Strukturen und Abläufe im Bereich der Gesellschaftsorgane sowie in den operativen Einheiten des Unternehmens, insbesondere im Finanz- und Rechnungswesen, Controlling und Berichtswesen. Als äußeres Zeichen der Transparenz befolgt die BIG seit Dezember 2008 die Regeln des österreichischen Corporate Governance Kodex. Inhalt des Kodex ist ein den internationalen Standards entsprechendes Regelwerk für die verantwortungsvolle Führung und Leitung von Unternehmen in Österreich. Der jährliche Bericht steht auf der BIG Website www.big.at bereit.

Da das Vertrauen unserer Kundinnen, Geschäftspartner, Eigentümerinnen, Investoren und der Öffentlichkeit entscheidend vom Verhalten unserer Mitarbeitenden abhängt, hat das Unternehmen seine konzernweiten Compliance-Strukturen in den letzten Jahren laufend weiterentwickelt und die Bereiche Antikorruption, Vergabewesen, Datenschutz und Kapitalmarktrecht als wesentliche Compliance-Bereiche definiert. Es soll sichergestellt werden, dass Gesetze, Vorschriften und Verhaltenscodizes im Sinne einer verantwortungsvollen Unternehmensführung eingehalten werden. Die grundlegenden Verhaltensregeln für alle Mitarbeitenden und Führungskräfte der BIG werden im Code of Conduct festgelegt. Darin geht es etwa um das Verhältnis zu Kunden, Behörden und Geschäftspartnerinnen, aber auch um das richtige Verhalten im Unternehmen, wie offene Kommunikation, sachliche Kritik oder Chancengleichheit.

Die Antikorruptionsrichtlinie berücksichtigt die Bestimmungen des österreichischen Korruptionsstrafrechtes und definiert präzise Verhaltensvorgaben für korrekte Geschäftspraktiken. Insbesondere ist darin der richtige Umgang mit Geschenken und Einladungen geregelt. Mit der Beantwortung von gängigen Fragen (FAQs) bietet auch die interne Richtlinie „Handeln mit Verantwortung“ konkrete Hilfestellung bei Interessenskonflikten wie beispielsweise Nebenbeschäftigungen. Im Compliance-Bereich Antikorruption wird die Qualität der Prozesse des Korruptionspräventionsprogramms mit der Aufteilung der Agenden auf Rechtsabteilung, Revision und Personalabteilung (Prävention – Aufdeckung – Reaktion) sichergestellt. Die Umsetzung der Compliance-Vorgaben wird durch die Installation einer Compliance-Beauftragten sowie die Prüfung und Weiterentwicklung relevanter Regelungen und Informationen im Unternehmen gewährleistet. Dem Risiko von Verstößen in Bezug auf Korruption, das mit negativen Auswirkungen wie der Fehlverteilung öffentlicher Ressourcen oder Wettbewerbsverzerrung verbunden ist, beugt das Unternehmen darüber hinaus mit verpflichtenden Antikorruptionsschulungen für alle Mitarbeitenden vor, in deren Rahmen mit einem Wissens-Check festgestellt wird, ob die Inhalte tatsächlich vermittelt werden konnten.

Bereits im Jahr 2013 startete im BIG Konzern ein interner Kreativ- und Gestaltungsprozess, der neue Denkmuster und Handlungsansätze initiierte. Die sogenannten „Denkmodelle“ definieren dabei fünf Leitsätze für das unternehmerische Handeln der BIG:

modern & innovativ, kundennah & partnerschaftlich, unternehmerisch & leistungsorientiert, verantwortungsbewusst sowie klar & kompetent

Mit den Denkmodellen will die BIG Bewusstsein für die zukunftsorientierten Werte schaffen, die für den Erfolg des Unternehmens entscheidend sind. Die Handlungsgrundsätze dienen dabei als Orientierungshilfe für alle Mitarbeitenden und wirken wie ein Gütesiegel nach innen und nach außen. Der Prozess zu Erarbeitung und  Entwicklung der Denkmodelle erstreckte sich über einen längeren Zeitraum und integrierte möglichst viele Beschäftigten und Führungskräfte der BIG. Danach wurden die neuen Handlungsgrundsätze im Rahmen von internen Veranstaltungen präsentiert und über alle Kommunikationskanäle im Unternehmen verbreitet. Auch in den Mitarbeiterinnengesprächen, im Führungskräfteprogramm sowie im Strategieprozess der BIG sind die Denkmodelle heute fest verankert. Wie der Name schon andeutet, werden die Denkmodelle laufend weiterentwickelt und den neuen Rahmenbedingungen und Herausforderungen angepasst.

Eines der strategischen Ziele der BIG ist es, bis 2020 als Leading Company für Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft wahrgenommen zu werden, mit dem Fokus auf Bildungsraum der Zukunft und dem Thema Energie. Um die Vision zu erreichen wurde sie fest in unsere Unternehmensstrategie verankert. Mit einem umfassenden Nachhaltigkeitsmanagement und einem integrierten Prozess unter Einbindung von unternehmensrelevanten Bereichen ist ein wirkungsvolles Umsetzungsinstrument entstanden.

Aber was bedeutet das und warum ist uns das so wichtig bzw. was ist zu tun und was haben wir schon erreicht? Mehr zu unserem Nachhaltigkeitsmanagement erfahren Sie hier....

Die BIG ist ein modernes und fortschrittliches Immobilienunternehmen, das auf Stabilität und Verantwortungsbewusstsein für die nächsten Generationen setzt.

Die Unterschiedlichkeit des Portfolios und der Anspruchsgruppen erschwert eine Standardisierung und stellt eine Herausforderung für durchgängige nachhaltige Investitionen dar. Um auf die unterschiedlichen Ansprüche eingehen zu können, wurde ein eigenes Planungs- und Dokumentationsprogramm entwickelt, mit dem seit 2015 ein durchgängig steuerbarer Prozess für nachhaltige Kriterien angeboten werden kann. Mit dem Holistic Building Program (HBP), in das eigene Erkenntnisse aus der Analyse des Immobilienbestandes sowie die Eckpunkte aller führenden Zertifikate eingeflossen sind, lassen sich individuelle nachhaltige Kriterien für ein Gebäude optimal an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen der Nutzerinnen anpassen. Dabei wird auf die – für Kundinnen und Kunden spürbare – langfristige lebenszyklusorientierte wirtschaftliche Betrachtung hingewiesen.

Künftig soll das HBP im Rahmen der Kundenberatungen verstärkt angeboten werden, sofern nicht ohnehin eine Zertifizierung vorgesehen ist. Dafür wurden interne Schulungsmaßnahmen für HBP und für nachhaltiges Bauen, Sanieren und Bewirtschaften intensiviert und Nachhaltigkeitsbeauftragte in den operativen Unternehmensbereichen installiert. Begleitend werden aktuell in den einzelnen Unternehmensbereichen portfolioorientierte Standards erarbeitet, die in Zukunft im Vorfeld der Planungen angeboten werden sollen. Auch innerhalb der ARE/ARE DEVELOPMENT stehen ihre Kunden und die von ihnen nachgefragten Produkte im Fokus. Dabei werden Nachhaltigkeitskriterien projektspezifisch beachtet und Potenziale bestmöglich ausgeschöpft.

Neben einer Vielzahl an nachhaltigen Maßnahmen in Einzelprojekten konnten bis zum gegenständlichen Berichtszeitraum seit dem Jahr 2012 rund 20 Gebäude des BIG Konzerns mit verschiedenen Zertifizierungssystemen wie TQB, ÖGNI (Gold), ÖGNI (Silber), ÖGNI (Bronze), ÖGNI Blue Card, BREAM, klimaaktiv Gold, klimaaktiv Silber, Passivhaus- Standard ausgezeichnet werden. Fünf weitere Gebäude befinden sich in Planung bzw. im Vorzertifikatsstadium. Zwölf Gebäude wurden nach HBP-Kriterien erfolgreich dokumentiert.

Bei allen Tätigkeiten der BIG stehen Kompetenz, Professionalität und höchste Qualität im Vordergrund. Das garantieren unter anderem international anerkannte Managementsysteme, die in den letzten Jahren im Unternehmen implementiert wurden. So wurde etwa 2015 ein konzernweites Umweltmanagementsystem entsprechend ISO 14001 und wird ISO 45001 nun auf alle Standorte erweitert.

Im Vordergrund der Konzernaktivitäten stehen die Bedürfnisse der unterschiedlichen Kundengruppen mit höchst individuellen Ansprüchen und differenten Rahmenbedingungen. Durch eine enge Zusammenarbeit und kontinuierlichen Dialog kann der BIG Konzern auf sie eingehen und individuelle ganzheitliche Lösungen anbieten. Zwar kann er als Gebäudehalter keinen direkten Einfluss auf das Nutzerverhalten in den Gebäuden nehmen und ist auch bei der Beauftragung von Investitionen nutzerabhängig, wohl aber stehen BIG und ARE ihren Kunden beratend und als branchenerfahrene Sparringspartnerin zur Seite, um ein nachhaltiges Gesamtergebnis zu erreichen.

Mit seinen Kundinnen pflegt das Unternehmen langfristige Partnerschaften und realisiert Projekte in enger Abstimmung. Das zeigt sich schon in der Einbeziehung der nutzerseitigen Raum- und Funktionsprogramme in die – bei größeren Projekten der Planung vorangehenden – Machbarkeitsstudien, die die Grundlage für alle weiteren Planungsschritte bilden. Zur Erhöhung der Kundenorientierung sorgen neben der frühen Planungspartizipation und der Weiterentwicklung individueller Beratungsinstrumente auch Nutzerinnenumfragen, die wertvolle Anhaltspunkte für die Planung und Umsetzung liefern. Darüber hinaus erfolgen regelmäßige Bedarfsanpassungen des Bildungsprogramms zur Erhöhung der Fachkompetenz sowie die zusätzliche Benennung von Nachhaltigkeitsbeauftragten als Ansprechpartner in den Unternehmensbereichen.

Auch in der Bewirtschaftung wird Kundenorientierung groß geschrieben und die Kundinnen flächendeckend mit Standorten in ganz Österreich durch das BIG eigene Objekt und Facility Management (OFM) mit kaufmännischer Verwaltung und der Instandhaltung der Gebäude betreut. Durch die Erweiterung des Bildungsplans durch die OFM-Akademie zur Stärkung der Beratungskompetenzen und der 2017 umgesetzten interne Restrukturierung wird die Kundenorientierung noch einmal verstärkt: Clustermanagerinnen stehen unseren Kunden in allen Fragen als zentraler Ansprechpartner, sowohl im kaufmännischen als auch im technischen Bereich zur Verfügung.