Flächeninanspruchnahme und Versiegelung

Grün- und Forstflächen im urbanen Raum tragen wesentlich zu einem guten Stadtklima bei. In seiner Entwicklungsstrategie geht der Konzern in Einklang mit vorliegenden Stadtentwicklungsplänen vor und wählt die Bebauung von Grünflächen mit Bedacht, um Risiken, die mit Flächenversiegelung verbunden sind, unter anderem das Risiko der Wasserundurchlässigkeit und Überhitzung der Böden, sowie den Verlust von fruchtbaren Böden hintanzuhalten. Da das Hauptaugenmerk auf der Erhaltung und Verbesserung des Liegenschaftsbestands liegt, werden verdichtende Lösungen oder Umnutzungen bevorzugt.

Durch die Aufnahme der Kriterien des GREENPass©, an dessen Entwicklung die Universität für Bodenkultur Wien und die Technische Universität Graz beteiligt waren, in das Holistic Building Program ist eine optimale Planung des Freiraums möglich. Diese hat die Optimierung der Begrünung von Gebäuden und deren Einbindung in Freiflächen durch Simulation von Mikroklima und Wasserretention zum Ziel, ebenso wie die langfristige Kostenoptimierung. Fassadensysteme, Dachbegrünungen und innovative Sportrasenaufbauten werden aktuell in Kooperation mit der Technischen Universität Wien und der Universität für Bodenkultur Wien an Pilotschulen getestet.

Zum Portfolio zählen auch Wald- und Grünflächen. In Wien sind dies zum Beispiel Teile des grünen Praters, der Sternwartepark und Waldflächen in Gerasdorf.

2018 startet ein Pilotprojekt der ARE DEVELOPMENT zur temporären Bewirtschaftung: Hier werden in Kooperation mit dem Verein Morgentau auf den im Vorfeld der Bauprojektentwicklung brach liegenden Flächen des Quartiers 12 im Grazer Stadtentwicklungsgebiet Reininghaus über 5.000 m² für Selbsterntegärten für Biogemüse zur Verfügung gestellt. In Ergänzung dazu wird zum Berichtszeitpunkt die Bewirtschaftung des Areals durch Wanderbienen geprüft.