Energie & Umwelt

Bis zum Jahr 2020 soll in Österreich die Energieeffizienz um 20% verbessert, der Anteil erneuerbarer Energien erhöht und zugleich die Treibhausgasemissionen im selben Ausmaß reduziert werden. Nicht zuletzt durch diese Vorgaben sind Energieeffizienz und Umweltschutz zentrale Schlüsselthemen bei der BIG, sowohl bei Neubauten als auch bei der laufenden Verbesserung des Bestands.

Umfassende thermische Sanierungen und die Umstellung auf erneuerbare Energien haben für die BIG daher hohe Priorität. Etwa 20% der Mieterlöse fließen pro Jahr In die Instandhaltung der Gebäude, zu einem erheblichen Anteil in energietechnisch relevante Verbesserungen. Die in den letzten Jahren gesetzten Maßnahmen zeigen bereits Wirkung. Besonders im Rahmen des Energieeinsparcontractings konnten wir bis zum Jahr 2015 320 Gebäude energetisch optimieren und insgesamt eine Einsparung von über 130.000 Tonnen CO2 bzw. eine Senkung der Kosten um rund 35 Millionen Euro erzielen. Aber auch darüber hinausgehende Maßnahmen, wie die Initiative BIGMODERN - ein Leitprojekt des bmvit-Programms Haus der Zukunft - hat eine jährliche Einsparung von 363 Tonnen CO2 erwirkt.

Ziel der thermischen Sanierungsprojekte ist aber nicht nur die rein energetische Optimierung der Hülle, sondern eine ganzheitliche Betrachtung des Gebäudes. Voraussetzung dafür ist, dass Mieter und Nutzer die damit verbundenen zusätzlichen Investitionskosten tragen und diesen Auftrag bei der BIG, die sie in nachhaltigen Belangen berät, auch definieren.

Eine Analyse unserer größeren Sanierungsprojekte in den Jahren 2014 und 2015 zeigt, dass die BIG bei Gebäudesanierungen hinsichtlich Energieeffizienz weit über behördliche Anforderungen hinaus geht.

So wurde der Endenergiebedarf der Gebäude vor und nach der Sanierung miteinander verglichen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Durch die von der BIG umgesetzten Maßnahmen konnten die Vorgaben des Österreichisches Institut für Bautechnik (OIB RL 6) deutlich unterschritten werden. Im Vergleich zu einer „vorschriftsmäßigen“ Sanierung benötigt ein saniertes BIG Gebäude im Durchschnitt 42 Prozent weniger Energie.

Im Zuge der Erstellung der Energieausweise wurde ein großer Teil des BIG-Portfolios energetisch bewertet. Demzufolge befindet sich 1/3 des untersuchten Bestandes auf Niedrigenergiehausstandard oder besser. 2/3 sind entweder gut oder brauchbar. In Bezug auf die Fläche werden ca. 70% der BIG-Gebäude mit umweltfreundlicher Fernwärme beheizt.

Aber auch andere erneuerbare Energieträger wie Geo-Erdwärme, Wärmepumpen oder Photovoltaik kommen zum Einsatz.

Erfolgsmodell Contracting

Wir haben uns im Rahmen des Energieeffizienzgesetzes verpflichtet, bis 2020 insgesamt 125 GWh Energie im eigenen Gebäudebestand einzusparen - das entspricht dem jährlichen Energieverbrauch einer Kleinstadt. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, setzt das Unternehmen auf groß angelegte thermische Sanierungen, Energieeinsparcontracting und laufende Instandhaltungsmaßnahmen, die der Energieeffizienz zugutekommen.

Zur Erfüllung des Energieeffizienzgesetzes ist das Energieeinsparcontracting eine wirkungsvolle Maßnahme. Es ist ein Langzeit-Klimaschutzprojekt im Rahmen der "Bundescontracting Offensive" in Kooperation mit dem BMWFW mit dem Ziel die CO2-Emissionen kosteneffizient zu senken. Der Einsatz von Planungsbüros und Technologie-Unternehmen zur Optimierung technischer Anlagen bzw. Beratung der Gebäudenutzer wird aus den erzielten Energieeinsparungen refinanziert.

Damit konnten bis zum Jahr 2015 320 Gebäude energetisch optimiert und insgesamt eine Einsparung von über 130.000 Tonnen CO2 bzw. eine Senkung der Kosten um rund 35 Millionen Euro erzielt werden.

Energiemix

Mit dem Einsatz von Umwelttechnologien, wie Geothermie, natürlicher Belüftung, Betonkernaktivierung, Wärmerückgewinnung, intelligenter Lichtsteuerung, Photovoltaikanlagen und raumklimatischen Untersuchungen unterstützt die BIG vereinzelt jetzt schon Maßnahmen zur Erreichung der Umweltziele und Erkenntnisgewinnung für die Zukunft.

In Bezug auf die Fläche werden ca. 70% der BIG-Gebäude mit umweltfreundlicher Fernwärme beheizt. Aber auch andere erneuerbare Energieträger wie Geo-Erdwärme, Wärmepumpen oder Photovoltaik kommen zum Einsatz.

BIG internes Umweltmanagementsystem (UMS)

Im Herbst 2015 wurde das Umweltmanagementsystem des BIG Konzerns (kurz UMS) nach ISO 14001 zertifiziert. Die internationale Norm liefert wichtige Leitlinien, um den Umweltschutz erfolgreich zu organisieren, Ressourcen und Kosten einzusparen und Umweltrisiken frühzeitig zu erkennen. Zudem erfüllt die BIG mit dem UMS die Anforderungen des Energieeffizienzgesetzes. Im Rahmen des UMS werden Umweltaspekte und deren Auswirkungen erfasst, relevante Themen identifiziert und mittels Nutzwertanalyse bewertet. Die Umweltpolitik sowie ein jährlich aktualisiertes Umweltprogramm geben quer durch alle Bereiche des betrieblichen Umweltschutzes Ziele und Maßnahmen vor – von Green IT über den nachhaltigen Einkauf bis zum Fuhrpark-Management. Überprüft werden der Fortschritt wie auch die Performance des gesamten Systems anhand von festgelegten Kennzahlen, jährlichen Managementreviews sowie im Rahmen von regelmäßigen internen und externen Audits.

Das UMS stellt auch die Rechtskonformität des Betriebs in Bezug auf geltendes Umweltrecht sicher. Dazu werden alle umweltrelevanten Vorschriften (Gesetze, Verordnungen, Bescheide) identifiziert, in einer Umweltrechtsdatenbank erfasst und die daraus entstehenden Verpflichtungen umgesetzt und überprüft. Die Verantwortung für die erfolgreiche Umsetzung des UMS liegt beim zuständigen Geschäftsführer und beim Umweltbeauftragten der BIG, der wiederrum von einem Umweltteam mit Mitarbeitern aus allen Standorten unterstützt wird. Die fast 900 Mitarbeiter der BIG verbrauchen bei ihren Tätigkeiten Ressourcen und Energie. Der Einkauf von Produkten und Dienstleistungen, die ökologischen und sozialen Standards entsprechen, ist demnach für den Konzern ein wichtiger Hebel, um nachhaltige Wirkung auch entlang der Lieferkette zu generieren. Auf Basis des Nationalen Aktionsplans „nachhaltige Beschaffung“ und der Mustermappe Ökokauf Wien wurde im Rahmen des UMS eine verpflichtende interne Richtlinie für den zentralen Einkauf ausgearbeitet. So muss etwa Kopierpapier chlorfrei sein, aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen und ein anerkanntes Umweltzeichen tragen. IT-Geräte haben die Anforderung, bei der Informations-Plattform www.topprodukte.at mit dem Zertifikat Gold oder Silber ausgezeichnet zu sein, und Fahrzeuge müssen strenge Emissions-Grenzwerte erfüllen bzw. idealerweise alternativ angetrieben werden. Ein weiterer Schwerpunkt des BIG Umweltmanagements liegt auf den Themen Green IT und ökologischer Arbeitsplatz. Im Rahmen eines Energiemonitoring-Projektes wurden die Verbräuche aller IT-Geräte ermittelt und daraus sinnvolle Energiesparmaßnahmen, etwa die Virtualisierungen von Servern, abgeleitet. Durch die Verringerung der Zahl der Arbeitsplatzdrucker und die Sensibilisierung der Mitarbeiter für papiersparenden, doppelseitigen Druck konnten in den letzten Jahren über 1000 Toner-Kartuschen und 20.000 kg Kopierpapier eingespart werden.

Wer auf Fahrten mit dem Dienstauto verzichtet, kann außerdem auf das Car-Sharing Angebot von BIG und ARE zurückgreifen. Für kurze Fahrten in der näheren Umgebung stehen neben Diensträdern und E-Bikes neuerdings auch E-Roller zur Verfügung. Zudem gibt es für alle Mitarbeiter des BIG Konzerns österreichweit eine gratis Jahresnetzkarte für den innerstädtischen Bereich. Ein besonderer Fokus auf nachhaltige Beschaffung und Umweltfreundlichkeit wird bei der hausinternen Verpflegung gelegt. So werden beispielsweise fair gehandelter Kaffee und Obstsäfte aus Österreich verwendet. Die Events der BIG werden nach den Vorgaben des Österreichischen Umweltzeichens für Green Events organisiert. Dabei wird z.B. auf erhöhte Energieeffizienz, Abfallvermeidung und umweltschonende An- und Abreise der Gäste geachtet. Zentrale Aspekte sind auch regionale Wertschöpfung und soziale Verantwortung.

Für die jährliche Veranstaltung BIG Time gab es im Jahr 2013 sogar den Sonderpreis Green Events von Event Austria.

Forschung & Innovation

Um nachhaltig und zukunftsorientiert bauen, sanieren und bewirtschaften zu können, braucht es Weiterentwicklung. Eines unserer Anliegen ist es daher neue Technologien und Innovationen voranzutreiben. Die BIG bewirtschaftet Immobilien, die heute und morgen unterschiedlichste Funktionen erfüllen müssen. Sie sind von hoher architektonischer und baulicher Qualität, die einen Mehrwert schafft – nicht nur für sämtliche Nutzer, auch für das Umfeld und die Gesellschaft insgesamt. Erkenntnisse, die wir aus Bau und Bewirtschaftung gewinnen, helfen uns ebenfalls Maßnahmen weiter zu entwickeln, lesen Sie mehr... 

Ökologische Baustoffe

Ökologische Baustoffe sind die umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Baustoffen. Sie benötigen zur Herstellung deutlich weniger Energie, basieren nicht auf Erdöl, sorgen für ein gesundes Raumklima, sind weitgehend frei von Schadstoffen und garantieren, sollte es einmal so weit sein, eine einfache Entsorgung. Um herauszufinden, wie ökologisch tatsächlich ein Gebäude ist, führt die BIG im Rahmen des HBP (Modul Ökologisches Gebäude) eine Gesamtbewertung der eingesetzten Baustoffe mittels anerkannter Ökokennzahlen (OI3-Index) und Entsorgungsindikatoren (EI) durch.

Besonders der Baustoff Holz erlebt in den letzten Jahren einen starken Aufschwung, nicht nur bei Einfamilienhäusern, sondern auch bei größeren Bauvorhaben. Bei der BIG wird Holz aufgrund des großen technologischen Potentials und der ästhetischen Möglichkeiten in fast allen Planungen von Neubauten, aber auch Sanierungen, in der einen oder anderen Form berücksichtigt. Zu den bemerkenswerten Holzbauten zählen die Planung des Labor- und Bürogebäudes der Universität für Bodenkultur in Tulln, bei dem Holz auf einer Fläche von rund 1.200 Quadratmetern als konstruktives Element konsequent eingesetzt werden soll.

Holz wurde bereits bei einigen Projekten der BIG und ARE umfassend eingesetzt, so zum Beispiel beim Umbau und Erweiterung der HBLA Bruck/Mur, bei dem Holz als Hauptbaustoff verwendet wurde. Das Gebäude bekam eine neue Fassade in Holzbauweise und auch der Innenraum wurde mit Holz funktional neu gestaltet. Aufgrund seiner guten Dämmwerte entspricht das Niedrigenergiehaus unter anderem den klimaaktiv Anforderungen. Ein gutes Beispiel ist das von der ARE West umgebaute ehemalige Postamt in Kufstein. Der moderne Holzbau mit seiner außergewöhnlichen Fassade ist seit Februar 2015 ein neuer Blinkfang im Herzen der Kleinstadt, hier finden Sie weitere Beispiele...