Schulen

Lernen braucht Raum und eine Umgebung in der sich alle wohl fühlen. Daher gewinnt die Mitgestaltung immer mehr an Bedeutung. Bei allen Sanierungs- und Baumaßnahmen planen wir generationsübergreifend und umweltbewusst. Aber wie sieht sie nun aus - die Schule der Zukunft? Mit der Änderung pädagogischer Konzepte ändern sich auch die Erwartungen an den Bildungsraum. Wie das richtige Lehrpersonal und die technische Ausstattung müssen auch der Raum und die Gebäude den modernen Anforderungen von Bildung und Ausbildung entsprechen. Mit einer guten Arbeits- und Lernumgebung wollen wir Leistungen fördern und beflügeln. Qualitäten wie Lichteinfall, Begegnungsräume, Funktionalität sowie auch Flexibilität sind zentrale Bestandteile eines modernen Bildungsbaus.

Aktuelle Beispiele und ihre Besonderheiten finden Sie hier, sollten Sie mehr über unsere Projekte erfahren wollen, besuchen Sie uns doch auch auf www.big.at.

HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Niedrigenergiehaus-Standard f. Internat und Turnhalle, Lärchenfassade, saubere Energie

Die Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt mit Schwerpunkt Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft ist ein Ort an dem sich die Schüler auch daHEIM fühlen sollen. Der durch das Lebensministerium beauftragte Zubau von Internat und einer Doppelturnhalle erreicht Niederenergiehaus-Standard. Die Fassade aus Lärche fügt sich ins Ortsbild und die umgebende Naturkulisse - mit Blick auf den Grimming - gut ein. Große Fenster bringen viel Tageslicht in Internat und Turnhalle, die unter anderem auch für Volleyball und Badminton ausgestattet wurde. Eine Kletterwand und ein Fitnessraum wurden ebenfalls angebracht und sind vom Internat aus bequem zu erreichen. Durch Fernwärme versorgt, ergänzt die angebrachte Photovoltaikanlage die Energiezufuhr mit sauberer Energie und sorgen E-Tankstellen für die Möglichkeit emissionsfreier Mobilität. Und so schnell gehts: Der Ausbau der HBFLA Raumberg-Gumpenstein in Zeitraffer....

HTBLA HALLSTATT - WERKSTÄTTENGEBÄUDE

Einpassung in Natur, Licht, Raum, überdeckter Freibereich

Das Werkstättengebäude ist ein gutes Beispiel wie ein Gebäude mit der Umwelt korrelieren und darin eingebettet werden kann. So wurde der direkt angrenzende See in die Planung miteinbezogen und der Bau bis dorthin erweitert. Entsprechend seiner exponierten Lage an der Uferpromenade erfuhr dieser Bauteil eine etwas expressivere Ausformulierung. Im nördlichen Teil wurde der neue Lehrgang Bootsbau untergebracht. Insgesamt ist das Erdgeschoß transparent gehalten und hat zur Promenade Schaufenstercharakter. Die Obergeschoße mit den Klassen und den Räumen des Lehrganges Instrumentenbau - mit ihrer privilegierten Orientierung zum See - schaffen einen überdeckten Freibereich für die darunter liegende Bootsbauwerkstätte. Durch das Anrampen des Geländes konnten die Baukörper untereinander barrierefrei und für den Transport von Werkstücken optimiert über eine interne Erschließungsachse verbunden werden.  Lesen Sie mehr über die HTBLA Hallstadt...

GrünPlusSchule GRG7

Innenraumbegrünung, Fassadenbegrünung, Pilot für unterschiedliche Bepflanzungssysteme, Schadstoffminderung, CO2-Reduktion, PV in Kombination mit Dachbegrünung

Das von der TU Wien initiierte und von der BOKU begleitete Projekt hat das Ziel Auswirkungen von Innenraumbegrünungssystemen auf die Qualität der Raumluft zu untersuchen. Erste Zwischenergebnisse werden für dieses Jahr erwartet. Dazu soll es nicht nur weitere Erkenntnisse zu Veränderungen der Raumluftqualität und Verminderung der Schadstoffe in einem Schulgebäude geben, sondern die Einflüsse auf das hygro­thermische Verhalten des Gebäudes, das damit verbundene Energiesparpotential, Lärmminderung, Wasserrückhaltung und den Wärmeinsel-Effekt auf eine wissenschaftliche Basis gestellt werden.

Um die Wirkung auch für die Schüler spürbar zu machen, wurden ganze Wände gemeinsam mit den Kindern in einzelnen Klassenräumen bepflanzt. Zu sehen sind unterschiedliche Pflanzenarten, weil Vielfalt gefördert und Widerstandsfähigkeit der Schützlinge getestet werden soll. Auch der von umliegenden Häusern begrenzte Schulhof wurde kurzerhand zu einer pflanzlichen Versuchsstation umfunktioniert, in der auf den Fassaden unterschiedliche Bewässerungs- und Eintopfsysteme auf ihre nachhaltige Funktionsfähigkeit getestet werden. Bepflanzt wurde auch die Dachbegrünung mit Photovoltaik Kombination, sie soll eine optimale Lösung für die Energie­effizienz in gesamt­ökologischer Betrachtung liefern. Hier geht es zum Fachbericht.

 ORF-Bericht vom 30. Juni 2016

BRG KREMSZEILE

Mitgestaltung, Raumfunktionskonzept, Grünanlagen innen & außen, Rückzugs- und Begegnungsräume, Energieeffizienz, Raumklima

Innerhalb von zwei Jahren wurde das Bundesrealgymnasium in Krems erweitert, saniert und die Außenanlage neu gestaltet. Das Raumfunktionskonzept sowie die gesamte Planung fand in enger Abstimmung mit der Schulleitung und den Nutzern statt. Auch die Schülerinnen und Schüler konnten mitgestalten, so wurden die Fenster nach dem Vorbild des von einer Schülerin entworfenen Konzeptes umgesetzt. Das Gebäude besticht durch seine großzügige Anlage, die gut durchdachte Raumanordnung sowie viel Licht und einem guten Raumklima. Für das Lehrpersonal stehen Rückzugsmöglichkeiten für Besprechungen sowie ein Meetingpoint für Auszeiten zur Verfügung. Auffallend ist die gute Atmosphäre im Haus, die nicht zuletzt durch die umfangreiche Bepflanzung und das smarte Licht- und Lüftungskonzept verursacht wird. Im Zuge der Sanierungsarbeiten hat man sich auch viel Gedanken über Konzentrationsförderung in den Schulräumen gemacht und ein gutes Zusammenspiel zwischen Licht, Farben und Begrünung gefunden. Auch die Schüler haben die Möglichkeit sich in den großzügig angelegten Wintergarten, die Bibliothek oder in Aussenfreiräume zurück zu ziehen und so projektbezogen oder mobil zu arbeiten. Es stehen darüber hinaus die thermisch sanierte Schwimmhalle und die neuen Außensportanlagen samt Beachvolleyballplatz zur Verfügung. Zwei bepflanzte Innenhöfe sorgen für viel Licht. Die Pausen sowie auch der Unterricht können auf Terrassen an der frischen Luft abgehalten werden. Die Sonderunterrichtsräume für Werken haben einen direkten Zugang in den Innenhof. Das bisherige Ergebnis der Sanierung kann sich sehen lassen: Der Energieverbrauch ist um 2/3 gesunken, auch der Wasserverbrauch konnte ordentlich reduziert werden. Lesen Sie mehr über das BRG Kremszeile...

BILDUNGSCAMPUS SEESTADT ASPERN

Smart City, Photovoltaik, großer Freiraum, Energieautonom, Raumfunktionskonzept

In der Seestadt Aspern in Wien Donaustadt wurde ein neuer Bildungscampus für rund 800 Schüler errichtet. Das vierstöckige Gebäudeensemble mit sonnigen Terrassen und einer großzügigen Gartenanlage besteht aus einem Kindergarten für 11 Gruppen, einer Ganztagsvolksschule mit 17 Klassen sowie 8 Klassen, die für Kinder mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen ausgerichtet sind. Aufgrund einer Kooperation mit Aspern Smart City Research (ASCR) ist das neue Gebäude beinahe energieautark. Dazu kommen für Heizung und Warmwasser unterschiedliche alternative Energiesysteme zum Einsatz. Eine Grundwasser-Wärmepumpe, eine Solarthermie- Anlage am Dach sowie Wärmerückgewinnung aus der Abluft dienen als Heizung. Die Photovoltaikanlage am Dach erzeugt zum Teil den benötigten Strom. Für frische Luft sorgt die kontrollierte Raumlüftung im gesamten Gebäude. Darüber hinaus wird der Bildungscampus durch automatisch gesteuerte Außenjalousien vor einer Überhitzung geschützt. Die Lichtsteuerung sorgt für die optimale Beleuchtung, wenn es zu dunkel ist. Die Gartenanlagen werden mit Brauchwasser aus dem Brunnen bewässert. Durch all diese Maßnahmen wurde das Haus nach TQB – Total Quality Building – der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (ÖGNB) zertifiziert. Lesen Sie mehr über den Bildungscampus Seestadt Aspern...

HTBLVA/BHAK/BHAS St. Pölten

Natürliches Licht, Nachtlüftung, Energiekonzept, Traingarden

Geplant von YF Architekten wurde das Bundesschulzentrum vollständig saniert, erweitert und die Außenanlagen nachhaltig erneuert. Die gesamte Schule umfasst jetzt insgesamt rund 50.000 m². Der neue Zubau mit seiner auffälligen grünen Fassade verbindet die bestehenden Gebäude von HTBLVA und BHAK Die neue Mensa ist ein besonderes Highlight: Sie steht als freier, gläserner Raum im Erdgeschoß unter dem auf Stelzen stehenden dreigeschoßigen Klassentrakt der HTBLVA und öffnet sich zum neuen Campus mit einer Terrasse. Die Gänge zwischen den Unterrichtsräumen werden durch natürliches Licht erhellt und mit ausreichend frischer Luft versorgt. Die außen liegenden Außenjalousien regeln automatisch Wärme- und Lichteinstrahlung. Lesen Sie mehr über die HBLA St. Pölten...

BRG KUFSTEIN

Knitterwand v. Karlheinz Kopf, mehr Raum

Das mehr als 100 Jahre alte Gebäude entsprach nicht mehr den modernen Anforderungen an einen Schulbetrieb und wurde daher nach den Plänen von Architekt Johannes Wiesflecker generalsaniert. Dabei wurden die Elektroinstallationen, Teile der Haustechnik und der Brandschutz erneuert. Ein Aufzug ermöglicht eine barrierefreie Erschließung aller Stockwerke und die Schule wurde erweitert. Das besondere Highlight dieser Schule ist die Knitterwand von Karl Heinz Klopf. Es ist eine Wand, die die dahintergelegene Glasfassade beschattet und die in Form eines zerknitterten Blatt Papiers ausgeformt wurde. Dieses in Schulen gängige Material wird dabei sozusagen aus den Innenräumen herausgezoomt und als Teil der Architektur in den Außenraum transformiert. Lesen Sie mehr über das BRG Kufstein...

BUNDESSCHULLANDHEIM - BSLH RADSTADT

Verbindung historisch mit Moderne, Atmosphäre, Energiebewusst, Kletterwand

Hier können Schülerinnen und Schüler in herrschaftlichen und modernen Ambiente gleichzeitig ihre Skikurse oder Schullandwochen verbringen. Der große Neubau neben dem Schloss umfasst drei Geschoße und wurde energiebewusst gestaltet. Eine Solaranlage auf dem Dach deckt einen Teil des Warmwasserbedarfs ab. Pro Ebene gibt es ein barrierefrei gestaltetes Ein-Bett-Zimmer. Vom Schloss aus können die Schüler über einen weiteren unterirdischen Gang in den Turnsaal gehen. Wem gehen zu langweilig ist, der kann eine kurze Kletterpartie an der hier neu errichteten Kletterwand einlegen. Lesen Sie mehr über das Bundesschullandheim Radstadt...

BHAK UND BHAS POLGARSTRASSE

Innovatives Raumkonzept, Mitgestaltung, Außenanlagen, Niedrigenergiestandard

Reichlich Platz, ein innovatives Raumkonzept, großzügige Außenanlagen und vieles mehr und das besondere: Die Schülerinnen und Schüler haben fleißig mitgeplant. Das innovative Raumkonzept erlaubt die Umsetzung des an der Schule gelebten „modularen Lernkonzepts“. Das bedeutet nicht nur viele Raumwechsel, sondern, dass auch während des Unterrichts auf Ressourcen von anderen Räumen zugegriffen werden kann. Innovativ angelegt sind zudem die Außenanlagen der Schule, auch hier flossen die Ideen der Schüler ein. Und so können sie jetzt auf einer Holzterrasse mit Liegeflächen entspannen oder auf einer benachbarten Terrasse, die als Tanzfläche konzipiert ist, ihren Bewegungsdrang ausleben. In Bewegung bringen soll sie auch eine zusätzliche Fläche mit Sportbelag und stufenartigen Sitzgelegenheiten, die im Schulgarten angelegt wurde. Bewässert werden die Grünanlagen mit Brauchwasser aus dem hauseigenen Brunnen, der im Rahmen der Sanierung wieder aktiviert wurde. Für ein gutes Arbeitsklima sorgt eine kontrollierte Raumlüftung und ein innovatives Beleuchtungskonzept: Prisma-Kristalle auf der Abdeckung der Deckenlampen ermöglichen eine optimale, regelmäßige Streuung des Lichts. Die Gänge werden durch LED-Lampen energiesparend erhellt. Die rund 20 Zentimeter dicke Dämmung der Fassade lässt den Neubau Niedrigenergiestandard erreichen. Lesen Sie mehr über die BHAK und BHAS Polgarstrasse..... 

HTBLA FISCHERGASSE WELS

Raumlüftung, Wärmerückgewinnung, Raumfunktionsprogramm, Energieeffizient

Die Höhere Technische Bundeslehranstalt in der Welser Fischergasse wurde rundumerneuert und erweitert. Auf den neuesten Stand gebracht wurden in allen Unterrichtsräumen zur Verbesserung des Raumklimas und der Energieeffizienz eine kontrollierte Raumlüftung samt Nachtlüftung und Wärmerückgewinnung sowie moderner Regelungsanlagen. Raumnutzungen wurden nach Funktionsprogramm optimiert und Barrierefreiheit realisiert. Thermisch verbessert kann nun mit einer Senkung der Energiekosten gerechnet werden.

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HTL GOETHESTRASSE LINZ

Die Höhere Technische Bundeslehranstalt in der Linzer Goethestraße befindet sich zentral zwischen Hauptbahnhof und Donau. In gut einem Jahr Bauzeit, von Sommer 2013 bis Herbst 2014, wurde die Schule um einen neuen Klassentrakt und eine Turnhalle erweitert. Um Platz für den Neubau im Innenhof zu schaffen wurde ein in die Jahre gekommenes Bestandsgebäude abgebrochen. Über einen Gang sind Bestand und Neubau miteinander verbunden. Darüber hinaus laden Terrassen und neue Sitzgelegenheiten im Freien zum Lernen und Pausieren an der frischen Luft ein.

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