BIG ART

Als Vermittler zwischen Mensch und Raum und als entscheidender Akteur im öffentlichen Raum verstehen wir uns als Unternehmen mit kulturellem Auftrag und Förderer hochwertiger Architektur.

Die seit 2005 unter dem Begriff „BIG ART“ zusammengefassten Kunstaktivitäten sind eine von der BIG freiwillig erbrachte zusätzliche Dienstleistung, die den Nutzern zu Gute kommt und ausschließlich von der BIG finanziert wird. So soll einerseits ein spannender Dialog zwischen Architekten und Künstlern entstehen, andererseits sollen Menschen, die mit diesen Architekturen, Räumen und Kunstprojekten in Berührung kommen, zum Nachdenken angeregt werden – im Vorübergehen, im Verweilen, im Betrachten: Die Kunst der BIG ist für sie gemacht. Daher beschloss die BIG, ihre Kunstaktivitäten völlig neu zu ordnen. Kunst sollte künftig an ausgesuchten, mitunter vielleicht sogar überraschenden Orten stattfinden. Auf jeden Fall dort, wo viele Menschen – vor allem auch junge Menschen – studieren, arbeiten, lernen, aus- und eingehen, wo die Kunst von Beginn an eine Chance hat, Teil des Ensembles zu werden. Seither kümmert sich ein eigenes Team um die Entwicklung permanenter und temporärer Kunstprojekte.

Um die gleichbleibend hohe Qualität der künstlerischen Auseinandersetzung zu sichern, wurde zudem der BIG ART Fachbeirat (BAF) ins Leben gerufen, der sich aus ausgewiesenen Kunstfachleuten, Künstlern und Architekten zusammensetzt. Der BAF berät bei der Projektauswahl, nominiert Künstler zu den Wettbewerben und stellt die Basisjury für die Kunst & Bau-Wettbewerbe.

Im Jahr 2015 feierte das BIG ART Projekt sein zehnjähriges Jubiläum. Im Rückblick auf zehn Jahre Engagement für Kunst und Kultur lud die BIG im Rahmen der VIENNA BIENNALE im September 2015 zu einer Abendveranstaltung in die Räumlichkeiten des MAK. Dabei stellten Experten aus der Schweiz, London, Deutschland und Österreich ihre Standpunkte anhand von beispielhaften Arbeiten vor. Es galt, durch Vorträge und Diskussion Erfahrungen auszutauschen und dabei den aktuellen Synergien und Funktionen der Kunst für den Bau sowie einem gesellschaftlichen Mehrwehrt nachzugehen. Im MAK Forum wurde außerdem ein Überblick über die Kunst & Bau-Projekte der BIG sowie der Film „BIG ART – 10 Jahre Kunst und Bau“ gezeigt. Auch eine Publikation blickt zurück auf die letzten zehn Jahre und widmet sich den BIG ART Kunst & Bau-Projekten.

Bis heute wurden 24 Kunst & Bau-Wettbewerbe abgewickelt, 160 Künstler eingeladen, 23 Kunst & Bau-Projekte und 27 temporäre künstlerische Arbeiten realisiert. Auf unserer Projektkarte können Sie die regionale Verteilung der verwirklichten Projekte sehen. Hier auch ein kurzer Überblick über die derzeit laufenden Projekte, nähere Informationen dazu finden Sie über unsere BIG Art-Website.

Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung, Hauptplatz 5-6, 4020 Linz

Der Entwurf von Karin Sander geht vom Lastenaufzug als zentrales Tool der Kunstuniversität aus und hebt dessen Rolle für die Kunst in einem mehrfachen Sinn hervor: es sieht einen gläsernen Aufzug vor, der das Dach des linken Brückenkopfgebäudes durchstößt und sich so oberhalb des Gebäudes in einen kleinen Aussichtsturm  verwandelt – beleuchtet und ohne Ausstieg präsentiert er sich als begehbare Lichtskulptur, in der auch Menschen und/oder Objekte von außen sichtbar werden.

Der "Transzendenzaufzug" setzt ein städtebauliches Zeichen und geht stark auf die baulichen Gegebenheiten ein, zusätzlich durchbricht er die starke Symmetrie der Architektur. Die Verbindung von Funktion und Kunst gibt der Kunstuniversität die Möglichkeit in die Stadt hinaus zu kommunizieren, indem Objekte und Installationen, in der beleuchteten Kabine ausgestellt werden können.

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BG/BRG/BORG Eisenstadt, Kurzwiese, 7000 Eisenstadt

Circling the Square kann zum einen als ein Aufspalten der Geometrie eines Platzes in Zo­nen gelesen werden sowie gleichzeitig das Kreisen, Zirkulieren und Flanieren auf einem Platz bedeuten.

Für den Vorplatz des BG/BRG/BORG und Bundesschülerheim Eisenstadt soll mit dem Projekt  ein Ambiente geschaffen werden, von dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen angezogen und zum Verweilen eingeladen werden. Es geht weniger darum, ein Kunstobjekt im herkömm­lichen Sinne zu schaffen, sondern durch das Collagieren von Formen und Materialen Plätze und Nischen für eine mögliche Gemeinschaft, für viele unterschiedliche Gemein­schaften zu entwerfen. Es entsteht ein Gesamtbild, das insbesondere aus den Gebäuden von oben wahrnehmbar wird und durch die räumliche Anordnung von gestalterischen Ele­menten zwischen jenen Menschen Verbindungen herstellt, die täglich an diesem Platz aufeinandertreffen.

Impulsgebend für die künstlerische Intervention war die Idee, den Kreis als Form aufzu­greifen, die in unterschiedlichen Kulturen immer wieder für gesellschaftliche Zusammen­künfte genutzt wird. Zusätzlich geht es darum, die Form des Kreises auch zu öffnen und an die Bedürfnisse des schulischen Umfeldes anzupassen. Rund um schattenspendende Bäume werden runde Grasinseln angelegt, begrenzt von collagenartig gestalteten Zonen aus farbigem Tartan und Sitzbänken. So entstehen varianten­reiche Sitz- und/oder Liegeflächen und Raum zum Springen, Tanzen und Toben.

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Pädagogische Hochschule Niederösterreich, Mühlgasse 67, 2500 Baden

ICH KÖNNTE EUCH VERSCHIEDENES ERZÄHLEN, / WAS NICHT IN EUREN LESEBÜCHERN STEHT, / GESCHICHTEN, WELCHE IM GESCHICHTSBUCH FEHLEN, / SIND IMMER DIE, UM DIE SICH ALLES DREHT.

Karl-Heinz Ströhles Arbeit für die Pädagogische Hochschule Niederösterreich platziert einen bekannten Vers des Schriftstellers Erich Kästner als Zitat auf der kreisförmigen Öffnung des Campusdaches. Die aus Edelstahl gebogenen Buchstaben sind so als Text und als Skulptur wahrnehmbar und können aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit je nach Witterung glitzern, Schatten auf die Umgebung werfen oder an dunklen Wintertagen verblassen. Durch die Federstahl-Qualität bewegen sich die Buchstaben leicht im Wind. So entsteht eine Buchstaben-Skulptur, welche den skulpturalen und inhaltlichen Aspekt auf spielerische Weise vereint. Die verwendeten Verse aus dem Gedicht "Ein alter Mann geht vorüber" können zeitbezogen autobiografisch-politisch gelesen werden, sie machen aber dem Rezipienten und der Rezipientin damals wie heute auf eindringliche und poetische Weise bewusst, dass Schule weit mehr ist als eine reine Wissensvermittlungsstätte. "Sie ist", so Karl-Heinz Ströhle, "immer auch Schule des Lebens und muss sich mit aktuellen, brisanten Themen- und Sachzusammenhängen auseinandersetzen, die über den Lehrplan hinausführen."

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MedCampus Graz, Neue Stiftingtalstraße 6, 8010 Graz

Das Projekt beschäftigt sich mit der Annäherung von Kunst und wissenschaftlicher Forschung - es fügt dem Labor des Med Campus ein "Labor der anderen Art" hinzu und übernimmt den Raster und die Grundfläche der zahlreichen Labore des Campus. Jede Arbeit ist Protokoll einer Kette von Untersuchungsereignissen. Es entstehen Holzkästen, die einen Schritt der Untersuchung initiieren, welche sich mittels erweiterter skulpturaler Sprache in einem Werk manifestiert. Der Med Campus erscheint als der ideale Ort, um einen durch skulpturale Praxis erarbeiteten Körper(-Begriff) vorzustellen.

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MedCampus Graz, Neue Stiftingtalstraße 6, 8010 Graz

Für die künstlerische Intervention wurde die Campusebene ausgewählt. Die kugelähnliche Skulptur mit ihrer gefalteten und geknitterten Oberfläche soll Treffpunkt und ein identifikationsstiftendes Zeichen sein. Da sie auf einer Rasterstruktur aufgebaut ist, liegt eine Verbindung zu den Wissenschaften nahe, sie ist jedoch hauptsächlich eine eigenständige ästhetische und geometrische Einheit. Zusätzlich stellt sie mit ihrer zerknüllten Form den vielen verworfenen Ideen, mit denen ForscherInnen immer wieder konfrontiert sind, ein Bild gegenüber. Vergleichbar mit künstlichen Steinen oder Felsen, markiert die Künstlerin einen unverwechselbaren Ort auf Campusebene.

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MedCampus Graz, Neue Stiftingtalstraße 6, 8010 Graz

Gelb grundierte Leinwände werden über die Wände des Aula-Foyers raumübergreifend angebracht. Der Farbe Gelb ordnet Mullican in seiner Systematik der Welt die bewusst gesteuerten Denkprozesse zu, damit auch das gesammelte medizinische Wissen. Abbildungen mit einer Symbolik zum Med Campus werden mit dem Nutzer gemeinsam erarbeitet und mit Hilfe von Kohle, Kreide und Schablonen auf die Leinwände aufgebracht und erhalten so den Charakter einer Handzeichnung. Es handelt sich um eine Arbeit, nicht gebunden an Dimensionen oder Materialitäten.

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MedCampus Graz, Neue Stiftingtalstraße 6, 8010 Graz

Manfred Erjautz thematisiert den menschlichen Körper und seine konstitutionellen Veränderungen im Laufe seines Lebens in seiner Arbeit. An der Unterseite des architektonischen Durchbruchs liegen und stehen verkehrt herum, je in einem grauen Kader, folgende Plastiken: Fötus, Neugeborenes, Kind, Jugendliche, Mann, schwangere Frau, alter Mann, Skelett. Die Figuren wachsen gleichsam aus der Fassade heraus. Die BetrachterInnen und die Plastiken sehen sich an. Hier geht es nicht um Didaktik sondern um den, ab und zu unausweichlichen Moment des Zurückwerfens auf das eigene Selbst und das gleichzeitige vergegenwärtigte Vorwärtsblicken, pathosfrei.

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