Highlights 2017

Da die BIG ihre Gebäude über deren gesamten Lebenszyklus begleitet – von der Planung bis zum Rückbau – sieht sie entlang dieser Wertschöpfungskette ein großes Potential zur Erreichung ihres Zieles, zukunftsorientierte Räume in soziokultureller, ökologischer und ökonomischer Hinsicht zu schaffen. Das Unternehmen will  insbesondere in den Bereichen Bildungsraum der Zukunft und Energie als Leading Company für Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft vorangehen, beides Themen mit wesentlichen Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt. Dazu umgesetzte Maßnahmen werden im Nichtfinanziellen Bericht 2017 beschrieben, den Sie Online downloaden können.

Im Rahmen des Zukunftsleitbildes 2020 definiert der BIG Konzern seine Ziele für die nächsten Jahre. Als einer der größten Immobilieneigentümer des Landes will die BIG als Leading Company für Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft mit dem Fokus Energie und Bildungsbau für die Zukunft wahrgenommen werden.

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Mit einer funktionierenden Nachhaltigkeitsorganisation, in der alle Aktivitäten im Unternehmen gebündelt und gesamtstrategisch koordiniert werden, hat die BIG ein wirksames Instrument zur Umsetzung der Ziele 2020 geschaffen.

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„Jede Million Euro an Investitionen bzw. Ausgaben des BIG Konzerns in Österreich bewirkt durchschnittlich rund EUR 1,8 Mio. an Produktion, rund EUR 0,9 Mio. an Wertschöpfung sowie etwa 14,5 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze.“

Zu diesem Schluss kommt eine 2014 von der BIG in Auftrag gegebene Studie des Instituts für Höhere Studien. Das Investitionsvolumen in Bestandsimmobilien im Berichtsjahr 2017 von in Summe EUR 539,9 Mio., wovon EUR 397,7 Mio. auf Neubau- und Generalsanierungsprojekte – rund die Hälfte davon flossen in Sanierungen – und EUR 142,2 Mio. auf Instandhaltungen entfallen, entspricht demnach in etwa 7.900 Arbeitsplätzen in der österreichischen Bau- und Immobilienbranche.

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Die laufende Kommunikation mit allen Anspruchsgruppen ist ein essentieller Erfolgsfaktor für alle Vorhaben. 7.500 Personen nehmen jährlich an den BIG Events wie BIG Time, ARE Immofrühstück, Round Tables, Spatenstiche oder Eröffnungen teil. Für die Wesentlichkeitsanalyse, die die Grundlage des NFI-Berichts bildet, wurden über 1.900 externe Stakeholder befragt.

[Mehr auf Seite 5 unseres NFI-Berichts]

Die Unterschiedlichkeit des Portfolios und der Anspruchsgruppen erschwert eine Standardisierung und stellt eine Herausforderung für durchgängige nachhaltige Investitionen dar. Um auf die unterschiedlichen Ansprüche eingehen zu können, wurde ein eigenes Planungs- und Dokumentationsprogramm entwickelt, mit dem seit 2015 ein durchgängig steuerbarer Prozess für nachhaltige Kriterien angeboten werden kann. Mit dem Holistic Building Program (kurz: HBP), in das eigene Erkenntnisse aus der Analyse des Immobilienbestandes sowie die Eckpunkte aller führenden Zertifikate eingeflossen sind, lassen sich individuelle nachhaltige Kriterien für ein Gebäude optimal an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen der Nutzerinnen anpassen. Dabei wird auf die – für Kundinnen und Kunden spürbare – langfristige lebenszyklusorientierte wirtschaftliche Betrachtung hingewiesen. Künftig soll das HBP im Rahmen der Kundenberatungen verstärkt angeboten werden, sofern nicht ohnehin eine Zertifizierung vorgesehen ist. Neben einer Vielzahl an nachhaltigen Maßnahmen in Einzelprojekten und der Auszeichnung mit nachhaltigen Zertifizierungen konnten 12 Gebäude seit 2015 nach HBP-Kriterien erfolgreich dokumentiert werden.

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Neben einer Vielzahl an nachhaltigen Maßnahmen in Einzelprojekten konnten bis zum gegenständlichen Berichtszeitraum seit dem Jahr 2012 rund 20 Gebäude des BIG Konzerns mit verschiedenen Zertifizierungssystemen wie TQB, ÖGNI (Gold), ÖGNI (Silber), ÖGNI (Bronze), ÖGNI Blue Card, BREAM, klimaaktiv Gold, klimaaktiv Silber, Passivhaus-Standard ausgezeichnet werden. Fünf weitere Gebäude befinden sich in Planung bzw. im Vorzertifikatsstadium.

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Mittels der ausgewiesenen Effizienzklassen der Energieausweise wurde das aushangpflichtige Portfolio energetisch bewertet, bei dem 1/3 des untersuchten Bestandes Niedrigenergiehausstandard aufweist.

Eine Analyse der größeren Sanierungsprojekte der letzten beiden Jahre zeigt auch, dass durch gezielte Maßnahmen wie thermische Sanierung oder Erneuerung der Anlagentechnik durchschnittlich 48 % Endenergie eingespart werden konnten.

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74% der BIG Gebäude werden mit Fernwärme beheizt, gleichzeitig konnte der BIG Konzern seine fossilen Brennstoffe seit 2015 von 24% auf 21% reduzieren. Dabei kommen auch erneuerbare Energieträger wie Geothermie, Wärmepumpen, Betonkernaktivierung oder Solarthermie zum Einsatz, die damit beheizte Gesamtfläche macht aktuell 1% aus.

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Mit der Bundescontracting-Offensive konnte bis Ende 2017 eine Einsparung von über 820 GWh, 150.000 Tonnen CO2 bzw. eine Senkung der Kosten um rund 38 Millionen Euro erzielt werden.

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Projektbezogen werden in der ARE/ARE DEVELOPMENT Baumaterialien alternativen Typs in Hinblick auf Energieeffizienz, Wärme und Entsorgungsqualitäten getestet:

Beim Wohnbauprojekt Wildgarten in Wien wird auf einzelnen Baufeldern bewusst auf nachhaltige Materialien gesetzt. In der ersten Bauetappe dieses städtebaulichen Entwicklungsvorhabens wird neben zwei in herkömmlicher Ziegelbauweise errichteten Bauplätzen ein Bauplatz in Holzbauweise realisiert. Bei erfolgreicher Umsetzung sind weitere Bauvorhaben dieser Art in der zweiten Bauphase möglich. Im Übrigen unterliegt der BIG Konzern als Bauherr der Recycling-Baustoffverordnung, wonach für Bau- und Abbruchtätigkeiten die Trennung anfallender Abfälle (Recycling-Baustoffe) gefordert ist

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Durch die Aufnahme der Kriterien des GREENPass©, an dessen Entwicklung die Universität für Bodenkultur Wien und die Technische Universität Graz beteiligt waren, in das Holistic Building Program ist eine optimale Planung des Freiraums möglich. Diese hat die Optimierung der Begrünung von Gebäuden und deren Einbindung in Freiflächen durch Simulation von Mikroklima und Wasserretention zum Ziel, ebenso wie die langfristige Kostenoptimierung. Fassadensysteme, Dachbegrünungen und innovative Sportrasenaufbauten werden aktuell in Kooperation mit der Technischen Universität Wien und der Universität für Bodenkultur Wien an Pilotschulen getestet: GrünPlusSchule, GRÜNEzukunftSCHULEN.

Pilotprojekt der ARE DEVELOPMENT zur temporären Bewirtschaftung: Hier werden in Kooperation mit dem Verein Morgentau auf den im Vorfeld der Bauprojektentwicklung brach liegenden Flächen des Quartiers 12 im Grazer Stadtentwicklungsgebiet Reininghaus über 5.000 m² für Selbsterntegärten für Biogemüse zur Verfügung gestellt. In Ergänzung dazu wird zum Berichtszeitpunkt die Bewirtschaftung des Areals durch Wanderbienen geprüft.

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Die Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude gewährleistet einen freien und gleichberechtigten Zugang zu öffentlich verfügbaren Dienstleistungen und beugt dem Risiko von Diskriminierung und Ungleichbehandlung von Menschen mit Behinderung vor. Der BIG Konzern erbringt seinen Beitrag zur Erreichung der gesetzlichen Vorgaben, indem er die bauliche Zugänglichkeit zu Leistungen und Angeboten in dem Gebäude für Personen mit eingeschränkter Mobilität zum und in das Gebäude (1. Verteilerebene = Hauptnutzungsfläche) in Abstimmung mit dem Mieter sicherstellt. Bis zum Berichtszeitpunkt wurden dafür EUR 26 Mio. in den Gebäudebestand investiert, womit über 82 % der Gebäudeflächen für mobilitätseingeschränkte Personen baulich barrierefrei zugänglich gemacht werden konnten.

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Das Innovationsprogramm ARE Living ist Teil der ARE Wohnbauinitiative und untersucht neue Ansätze und zeitgemäße Umsetzungsmöglichkeiten für den Wohnungsbau anhand konkreter Leuchtturm-Projekte. Ziel des ARE_living-Programms ist die Entwicklung eines zeitgemäßen Wohnungsbaus mit dem Versuch, auf die Flexibilität und Langlebigkeit sowie das Wohlbefinden in der Immobilie Einfluss zu nehmen.

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Da die vorhandene Infrastruktur wesentlich für die Erreichbarkeit eines Gebäudes ist und der Straßenverkehr ein Mitverursacher von Feinstaubemissionen und Treibhausgasen, wird im Rahmen von Projektentwicklungen auf die infrastrukturellen Rahmenbedingungen vor Ort geachtet. Dazu werden die gesetzlichen Parkraumanforderungen geprüft und gegebenenfalls Ausgleichskonzepte erstellt. So kann es in Ergänzung der Fahrradabstellräume eigene Fahrradservicetage, Kooperationen mit den öffentlichen Stadtbetrieben oder E-Carsharing geben. Zu Letzterem hat die ARE DEVELOPMENT das Pilotprojekt Wohnen mit E-Carsharing 2016 im Rahmen des Projekts Beatrixgarten (Wien) erfolgreich gestartet und bereits auf die Projekte ARGENTO (Wien), Rosenhöfe (Graz) und Wimmergasse (Wien) ausgeweitet, für das Projekt Rosa und Heinrich (Graz) steht zudem eine Realisierung bevor. Auch innerhalb des BIG Konzerns werden umweltfreundliche Mobilitätsmaßnahmen gesetzt, wie Vorrang öffentlicher Verkehrsmittel bei Dienstreisen, ein Fuhrpark mit  schadstoffarmen Fahrzeugen sowie ein Jobticket für öffentliche Verkehrsmittel, firmeneigene E-Roller oder Dienstfahrräder.

[Mehr auf Seite 19 unseres NFI-Berichts]

Die Sichtweisen und Einschätzungen der BIG Mitarbeiter lieferten wichtige Inputs für die Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns, daher wurden alle Mitarbeitenden unter anderem nach ihren Schwerpunktthemen für Nachhaltigkeit und im Besonderen für die BIG als moderne Arbeitgeberin abgefragt.

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Generationenmanagement, also das Miteinander von älteren und jüngeren Arbeitnehmern, stellt bei der BIG ein wichtiges Thema dar. 2017 startete die BIG den Piloten Generationen-Mentoring. Wesentliche Bausteine sind Bereicherungs- und Entwicklungstools für Mentees und Mentoren zu Karriere und Führung, Frauen und Technik und Herausforderungen meistern/Selbstmotivation. Eine Bewerbung ist für alle Mitarbeitenden möglich

[Mehr auf Seite 12 unseres NFI-Berichts]

Als familienfreundliches Unternehmen ermöglicht die BIG ihren Mitarbeitern, Beruf und Privatleben zu vereinbaren. Ein besonderer Höhepunkt ist jedes Jahr der BIG Baby Day, bei dem Spiel und Spaß bei den Kindern sowie Informationsaustausch bei den Eltern im Vordergrund stehen. Mit 145 Kindern erreichte der letzte BIG Baby Day mit dem Motto Weltraum im Jahr 2017 einen österreichweiten Besucherrekord.

[Mehr dazu unter Nachhaltigkeit.big.at/Gemeinsam/Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter]

Ein besonderer Fokus des BIG Konzerns liegt in der Vorbildwirkung und dem bewussten Umgang mit Ressourcen in den von ihm selbst genutzten Häusern. Sein Umweltmanagement ist an allen Standorten nach ISO 14001 zertifiziert und Beschaffung wie Nutzung der Infrastruktur sowie Entsorgung sind "inhouse" geregelt. Die ISO 45001 Zertifizierung wird im Rahmen des Re-Audits auf alle Standorte erweitert.

[Mehr auf Seite 7 unseres NFI-Berichts]

Um die Chancengleichheit zu wahren und das Risiko der Diskriminierung zu vermeiden, wurde zusätzlich zur Gleichbehandlungsbeauftragten eine Reflexionsgruppe zum Thema Diversität eingerichtet, die in einem ersten Schritt ein Stimmungsbild der Mitarbeitenden zu Vielfalt und Chancengleichheit im Unternehmen einholen und gezielt Maßnahmen umsetzen konnte. Diskriminierungsfälle wurden für den Berichtszeitraum keine gemeldet.

[Mehr auf Seite 11 unseres NFI-Berichts]